Neue Netze für neue Energien

Zweite Entwürfe NEP und O-NEP 2014 veröffentlicht

04.11.2014 - 13:00   |   News

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben heute die zweiten Entwürfe des Netzentwicklungsplans Strom 2014 (NEP) und des Offshore-Netzentwicklungsplans 2014 (O-NEP) online veröffentlicht und an die Bundesnetzagentur übergeben.

Die zweiten Entwürfe wurden erstellt, während im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zeitgleich grundlegende energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber neu bestimmt wurden. Zudem haben die Übertragungsnetzbetreiber im Rahmen der Konsultation zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans eine Vielzahl von Stellungnahmen seitens der Öffentlichkeit erhalten, in denen speziell die Frage nach der Notwendigkeit der Maßnahmen angesichts des neuen EEG aufgeworfen wurde. Deswegen wurde in diesem zweiten Entwurf des NEP eine komplette Neuberechnung des Szenarios B 2024 mit einer den aktuellen Kenntnissen angepassten Regionalisierung der erneuerbaren Energien durchgeführt.

Das Ergebnis der Berechnungen bestätigt weiterhin den hohen Übertragungsbedarf zwischen Nord- und Süddeutschland, der im Wesentlichen über Hochspannungsgleichstromübertragungs­strecken (HGÜ) gedeckt werden soll. Diese HGÜ-Strecken sind das Rückgrat der angestrebten Energiewende in Deutschland. Es zeigt aber auch, dass es einige regionale Verschiebungen bei Netzausbaumaßnahmen gibt. Die veränderte Regionalisierung im Onshorenetz hat keine Auswirkungen auf die Pro­jekte und Maßnahmen des zweiten Entwurfs des O-NEP.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) wird als zuständige Behörde alle in den zweiten Entwürfen des NEP und O-NEP vorgeschlagenen Projekte noch einmal auf ihre energiewirtschaftliche Notwendigkeit gutachterlich prüfen und dann erneut zur öffentlichen Konsultation stellen.

Der Dialog mit den lokal Betroffenen ist für die ÜNB sehr wichtig und ebenfalls ein fester Bestandteil der Verfahrensschritte, die nach Prüfung und Konsultation durch die BNetzA erfolgen. Erst wenn im Anschluss die Netzausbauprojekte bestätigt sind, können die ÜNB eine Trassenplanung beginnen. Im Rahmen der Bundesfachplanung bzw. eines Raumordnungsverfahrens sowie in dem nachfolgenden Planfeststellungsverfahren, das den konkreten Trassenverlauf festlegt, erfolgt dann erneut die Beteiligung der Öffentlichkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.netzausbau.de.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung.