NEP-Dialogveranstaltung

Experten-Forum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2035, Version 2021

23. Oktober 2019
ab 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Reinhardtstraßen-Höfe, Reinhardstraße 14, 10117 Berlin

Beim Experten-Forum zum Szenariorahmen für den nächsten Netzentwicklungsplan Strom (NEP) stellte die 4-ÜNB-Arbeitsgruppe "Szenarien" unter der Leitung von Dr. Paul Nahmmacher am 23.10.2019 ihre Überlegungen zur Ausgestaltung des nächsten Szenariorahmens vor. Zu Gast waren rund 60 VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, von Umwelt- und Wirtschaftsverbänden sowie Energieversorgern und Verteilnetzbetreibern, um verschiedene Perspektiven auf die dynamischen Entwicklungen im Energiesektor bis zum Jahr 2035 zu diskutieren.

Der Szenariorahmen ist die Grundlage des NEP. Hierin werden die Annahmen für die Entwicklung des Stromsystems im Zieljahr des kommenden NEP festgelegt, anhand derer der bedarfsgerechte Ausbau des Übertragungsnetzes ermittelt wird.

Auf der Tagesordnung des Experten-Forums standen unter anderem die Einspeisezahlen aus erneuerbarer und konventioneller Erzeugung für die Zieljahre 2035 und 2040 auf Grundlage des aktuellen Klimapakets, die Annahmen zur künftigen Stromnachfrage sowie Fragen zum europäischen Rahmen und zur Methodik der Szenarienentwicklung.

Viele der vorgestellten Überlegungen stießen auf Zustimmung, wie bspw. die Idee die Szenarien entlang der Dimension Netzdienlichkeit auszugestalten und eine Anhebung der Stromnachfrage aufgrund zunehmender Sektorenkopplung z.B. durch Elektromobilität und veränderte Industrieprozesse. Stark diskutiert wurde rund um das Thema Wasserstoff.

Am Vormittag waren in einem  Dialog zwischen Übertragungs- und Verteilernetzbetreibern neben den Prognosen zum regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien und der Entwicklung der Sektorenkopplung auch methodische Fragen zur Modellierung der Spitzenkappung diskutiert worden.

Ausgehend von der Diskussion werden die Übertragungsnetzbetreiber bis zum 10. Januar 2020 ihren Vorschlag zum Szenariorahmen für den nächsten NEP ausarbeiten und an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übergeben. Die BNetzA führt daraufhin eine öffentliche Konsultation durch, bei der alle Interessierten nochmals die Gelegenheit haben, ihre Einschätzung der zukünftigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen abzugeben, bevor die BNetzA den Szenariorahmen genehmigt. Auf dieser verbindlichen Grundlage wird dann der bedarfsgerechte Ausbau des Stromnetzes durch die Übertragungsnetzbetreiber im NEP ermittelt.