13.12.15 - 20:51|Jürgen M.|NEP
Betreff: Stellungnahme zum NEP / O-NEP 2013

Die folgende Stellungnahme bezieht sich auf den NEP / O-NEP 2013.

Mit einer Veröffentlichung der Stellungnahme auf www.netzentwicklungsplan.de
bin ich einverstanden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend nehme ich Stellung und erhebe Einwände gegen das im ersten
Entwurf des NEP 2025 geplante Projekt P21: Netzverstärkung und -ausbau
Conneforde - Cloppenburg - Merzen.

Das Projekt dient der Erhöhung der Übertragungskapazitäten aus dem
nordwestlichen Niedersachsen in südliche Richtung. Es enthält neben den
Maßnahmen zum Neubau von 380-kV-Leitungen auch die Verstärkung des
Netzverknüpfungspunktes (NVP) Cloppenburg-Ost und die Errichtung von
Konvertern zur Anbindung der drei HGÜ-Verbindungen aus den Projekten
NOR-3-2, NOR-7-1 und NOR-7-2 des O-NEP 2025.

Mein Einwand richtet sich in erster Linie gegen die Errichtung der im Raum
Cloppenburg geplanten Konverter, da die Notwendigkeit zum Neubau aus
nachfolgend aufgeführten Gründen nicht gegeben ist (s.a. meine Stellungnahme
zum O-NEP).

Aufgrund der für die kommenden Jahre prognostizierten Reduzierung der
Offshore Windstromerzeugung in der Nordsee wird sich die Anzahl der neu zu
errichtenden Anbindungen reduzieren. Der konkrete Bedarf für alle drei der
o.a. HGÜ-Verbindungen des O-NEP ist daher nicht hinreichend nachvollziehbar
begründet.

Die beabsichtigte Einspeisung der Offshore erzeugten Energie am NVP
Cloppenburg-Ost ist darüber hinaus aus hiesiger Sicht nicht sinnvoll, da in
diesem Raum keine Abnahmekapazitäten vorhanden sind.

Sollte eine detaillierte Bedarfsermittlung eine zukünftig geringere Anzahl
von benötigten neuen Anbindungssystemen zu OWP ergeben, so ist diese an
bereits vorhandenen küstennahen NVP in das Netz einzuspeisen.

Sollte der Bedarf an HGÜ-Verbindungen jedoch in der vorgesehenen Anzahl
bestätigt werden, so sind die o.a. Projekte dahin gehend auszuplanen, dass
die Einspeisung in das AC-Netz dort erfolgt, wo Abnahmekapazitäten vorhanden
sind, da eine besondere Stärke der HGÜ-Technik in der verlustarmen
Übertragung hoher Leistung über längere Distanzen liegt.

In diesem Fall sollte die Einspeisung am ohnehin neu zu errichtenden NVP
Merzen (Projekt P21 des NEP 2025) erfolgen.

Neben dem Wegfall der im Raum Cloppenburg zu errichtenden Konverter ergeben
sich darüber hinaus weitere wesentliche Einsparpotentiale im Projekt P21.
Die geplante Netzverstärkung / -ausbau kann reduziert werden, da nur noch
geringere Übertragungskapazitäten benötigt werden.

Zu prüfen ist in diesem Fall, ob durch Optimierung bestehender Leitungen auf
den Neubau von 380-kV-Leitungen in Gänze verzichtet werden kann. Die
Verbesserung der Übertragung auf bestehenden Trassen wurde für diesen Fall
nicht berücksichtigt. Durch ein Temperaturmonitoring oder durch Verwendung
von Hochleistungsseilen lässt sich die Übertragung auf bestehenden Masten
erheblich steigern.

Ich bitte um Kenntnisnahme und Berücksichtigung in der weiteren Ausplanung
des NEP.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen M.