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Zweite Entwürfe NEP und O-NEP 2025 veröffentlicht

29. Februar 2016

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben heute die zweiten Entwürfe des Netzentwicklungsplans Strom 2025 (NEP) und des Offshore-Netzentwicklungsplans 2025 (O-NEP) online veröffentlicht und an die Bundesnetzagentur übergeben. Weitere Informationen zu den Berichten finden Sie hier.

In die zweiten Entwürfe eingeflossen sind Anmerkungen aus 15.636 Stellungnahmen zu den ersten Entwürfen der Netzentwicklungspläne. Schwerpunkte der Konsultationsbeiträge zum NEP waren neben grundsätzlichen Fragen zu in den Szenarien getroffenen Annahmen und Erfordernissen der Netzentwicklung auch regionale Betroffenheiten rund um die Entflechtung des Netzknotens Grafenrheinfeld, insbesondere die Maßnahmen P43mod und P44mod, sowie der Verlauf der Gleichstromverbindung von Sachsen-Anhalt nach Bayern.

Die Konsultationsbeiträge zum O-NEP thematisieren vor allem die Berücksichtigung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2016, die zeitliche Staffelung von Maßnahmen, dezentrale Stromerzeugung, clusterübergreifende Netzanschlüsse, technische Konzepte zur Netzanbindung und die gewählten Netzverknüpfungspunkte.

Die nun veröffentlichten zweiten Entwürfe des NEP und des O-NEP berücksichtigen darüber hinaus die zwischenzeitlich vorgenommenen gesetzlichen Änderungen: So wurde der Vorrang der Erdverkabelung bei den Gleichstromverbindungen von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg und nach Bayern, sowie von Sachsen-Anhalt nach Bayern eingearbeitet. Außerdem wurde – der gesetzlichen Änderung folgend – der südliche Netzverknüpfungspunkt der letztgenannten Gleichstromverbindung nach Isar bei Landshut verlegt.

Die Übertragungsnetzbetreiber weisen im zweiten Entwurf des NEP 2025 kein Leitszenario aus. Sie empfehlen eine Konzentration auf die Bestätigung der Maßnahmen des Ende 2015 ergänzten Bundesbedarfsplans sowie der im NEP 2014 bereits bestätigten und im NEP 2025 wiederum von den Übertragungsnetzbetreibern als erforderlich identifizierten Maßnahmen.

Zusätzlich zu den Projekten P43 und P44 hatten die Übertragungsnetzbetreiber auf Aufforderung der Politik die Alternativen P43mod und P44mod berechnet. Die Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Bundesnetzagentur nach der Konsultation der zweiten Entwürfe der Netzentwicklungspläne entscheidet, welche dieser Projekte sie bestätigt.

Weitere Informationen finden Sie in der untenstehenden Pressemitteilung zur Veröffentlichung und in der Kurzbroschüre „Zahlen - Daten - Fakten“, die die wesentlichen Informationen zu den zweiten Entwürfe in kompakter Form enthält.