Neue Netze für neue Energien

Infos zur Konsultation

Beteiligung an der Planung der Übertragungsnetze

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber sind beauftragt, einen gemeinsamen nationalen Netzentwicklungsplan (NEP) und einen Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) zu erstellen. Grundlage von NEP und O-NEP ist ein von der Bundesnetzagentur (BNetzA) genehmigter Szenariorahmen. Der Szenariorahmen und beide Netzentwicklungspläne werden öffentlich mehrmals konsultiert. Dadurch können alle interessierten Bürger, Experten und Institutionen ihre Perspektiven und ihr Wissen in den Prozess der Netzentwicklungsplanung einbringen.
In der nachfolgenden Grafik finden Sie alle Informationen rund um die öffentliche Konsultationen der Netzentwicklungspläne und Ihre Möglichkeit sich aktiv einzubringen. Klicken Sie sich durch die einzelnen Prozessschritte.

 

Infos zur Konsultation

Die Planungsschritte und öffentliche Konsultation

Der Netzentwicklungsplan zeigt ein bedarfsgerechtes und sicher betreibbares Übertragungsnetz für Deutschland. Die konkrete Planung von geografischen Verläufen von Stromleitungen und genauen technologischen Lösungen ist hingegen nicht Teil des Netzentwicklungsplans. Dies geschieht in nachgelagerten Genehmigungsverfahren. Auch dort kann sich die Öffentlichkeit in mehreren Stufen der Planung intensiv beteiligen. Bringen Sie Ihr Anliegen an der richtigen Stelle ein:

1. Konsultation des Szenariorahmens durch die BNetzA: Energiewirtschaftliche und energiepolitische Rahmenbedingungen, Art und regionale Verteilung der konventionellen und regenerativen Erzeugungsanlagen, Stromverbrauch, Primärenergiekosten, Preise für CO2-Zertifikate, …

2. Konsultation des ersten Entwurfs NEP/O-NEP durch die ÜNB: Methode und Ergebnis der Marktmodellierung, Ermittlung der Transportbedarfe in den verschiedenen Szenarien, Methode und Ergebnis der Netzanalyse, Nachhaltigkeit der Planungen, Staffelung der Netzanbindungssysteme für Offshore-Windparks, …

Stellungnahmen zu diesen Themenfeldern können in der Überarbeitung des NEP und des O-NEP durch die ÜNB berücksichtigt werden.

3. Konsultation des zweiten Entwurfs NEP/O-NEP durch die BNetzA: Ergebnis der vorläufigen Prüfung durch die BNetzA und Umweltbericht der BNetzA zusätzlich zu den Ergebnissen des NEP/O-NEP.

4. Genehmigungsverfahren für Leitungsbauprojekte: Streckenverlauf, eingesetzte Technologie (z. B. Erdkabel, Freileitung, Mastarten), Abstände zur Wohnbebauung, Umwelt- und Naturschutz, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, Tourismus, Entschädigungen und Ausgleichszahlungen.

Stellungnahmen zu diesen Themenfeldern können erst hier inhaltlich berücksichtigt werden und sich auf die Ergebnisse der Planungen positiv auswirken – nicht bereits in der Konsultation des Netzentwicklungsplans. In den unterschiedlichen Phasen der Genehmigungsverfahren bestehen vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten.

Öffentlichkeit, Träger öffentlicher Belange und persönlich Betroffene haben im Genehmigungsverfahren zusätzlich verbindliche Rechte auf Beteiligung und Mitsprache. Die Netzbetreiber als Vorhabenträger suchen darüber hinaus bereits vor der Eröffnung förmlicher Verfahren den intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit.