Neue Netze für neue Energien

Der Netzentwicklungsplan

Der Netzentwicklungsplan (NEP) beschreibt, welche Maßnahmen in den nächsten zehn Jahren beim bedarfsgerechten Aus- und Umbau des deutschen Höchstspannungsstromnetzes an Land erforderlich sind, um einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb gewährleisten zu können. Diese Maßnahmen dienen maßgeblich der Integration der schnell wachsenden erneuerbaren Energien und sind damit ein elementarer Bestandteil für das Gelingen der Energiewende.

Der NEP wird jährlich gemäß EnWG gemeinsam von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW erstellt und der Bundesnetzagentur (BNetzA) als zuständiger Regulierungsbehörde vorgelegt. Die Öffentlichkeit hat von Beginn an mehrfach im Erstellungsprozess Gelegenheit, ihre Argumente einzubringen - ein bisher einmaliges Verfahren bei der Planung von Infrastrukturprojekten in Deutschland.

Netzentwicklungsplan 2025

Am 19. Dezember 2014 hat die Bundesnetzagentur den Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan 2025, Version 2015, genehmigt. Basis war der Entwurf der Übertragungsnetzbetreiber vom 30. April 2014. In das abschließende Dokument der Regulierungsbehörde sind die Ergebnisse der Konsultation durch die BNetzA eingeflossen. Auf Basis dieser Ausgangsdaten haben die ÜNB die ersten Entwürfe zum NEP und O-NEP 2025 erarbeitet, die am 30. Oktober 2015 der BNetzA übergeben und zur sechswöchigen öffentlichen Konsultation gestellt wurden. Anschließend haben die vier Übertragungsnetzbetreiber die ersten Entwürfe auf Basis der eingegangenen Stellungnahmen überarbeitet. Sie wurden am 29. Februar 2016 veröffentlicht und an die BNetzA übergeben.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben ebenfalls den Entwurf des Szenariorahmens zum NEP/O-NEP 2030 erarbeitet und ihn am 10. Januar 2016 der BNetzA vorgelegt. Diese hat den Entwurf der ÜNB am 18. Januar veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Der Szenariorahmen 2030 wird von der BNetzA unter Berücksichtigung der Konsultationsbeiträge und des bis dahin bekannten gesetzlichen Rahmens (u.a. des geplanten Ausschreibungssystems für erneuerbare Energien) angepasst und genehmigt.