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Sehr geehrte Damen und Herren,
seitens der Westnetz möchten wir uns für die Möglichkeit der Beteiligung bedanken und nehmen deshalb gerne an der öffentlichen Konsultation des 1. Entwurfs des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 (Version 2025) teil.

In dieser Stellungnahme möchten wir zu konkreten Maßnahmen des Netzentwicklungsplans folgende Hinweise geben:

Kopplungspunkte und Höchstspannungs-Transformtoren (Punktmaßnahmen P407)
Durch eine intensive Abstimmung zwischen Amprion und Westnetz bzgl. des Bedarfes der Kopplungspunkte zwischen dem Verteilnetz und dem Höchstspannungsnetz sind in Maßnahme P407 im aktuellen Entwurf des Netzentwicklungsplans (Version 2025) bereits viele Maßnahmen zur Errichtung zusätzlicher Kopplungspunkte zum Verteilnetz sowie der Aufbau weiterer 380/110-kV-Transformatoren vorgesehen. Dies begrüßen wir sehr. An dieser Stelle möchten wir jedoch seitens der Westnetz weitere Bedarfe aufzeigen, die sich nach Redaktionsschluss der Prozesse zum Netzentwicklungsplan (März 2025) ergeben haben. Dieser Bedarf ergibt sich durch die prognostizierte Entwicklung der Leistungen im Bereich der erneuerbaren Energien und bei anderen Kundengruppen.

Wir sehen folgenden Ergänzungs-/Anpassungsbedarf:

•Suchraum Emmelshausen (neuer 380/110-kV-Standort mit einem 380/110-kV-Transformator)
•UA Norf (Ausbau 220-kV-Standort auf mindestens zwei 300-MVA-Transformatoren)
•Suchraum Schmittweiler (neuer 380/110-kV-Standort mit drei 380/110-kV-Transformatoren als Ersatz für die UA St. Barbara)
•Suchraum Allrath/Neurath (neuer 380/110-kV-Standort mit zwei 380/110-kV-Transformatoren)
•UA Waldlaubersheim (dritter 380/110-kV-Transformator)
•UA Bekond (nur ein 380/110-kV-Transformator erforderlich)
•UA Fehl-Ritzhausen (dritter 380/110-kV-Transformator)
•UA Neuenkirchen (vierter 380/110-kV-Transformator)

Wir möchten Sie bitten, die aufgeführten Ergänzungen/Anpassungen in den Netzentwicklungsplan aufzunehmen. Bei der Umsetzung der Maßnahmen P407 sehen wir einen kurz-/mittelfristigen Handlungsbedarf.

Planung von Maßnahmen zur Lastflusssteuerung
Im Netzentwicklungsplan sind mehrere Maßnahmen zur Errichtung von Betriebsmitteln zur Lastflusssteuerung vorgesehen. Auf Grund der parallelen Strukturen des Höchstspannungsnetzes und der Verteilnetze haben Eingriffe in den Lastfluss durch diese Einrichtungen teilweise erhebliche Auswirkungen auf die unterlagerten Verteilnetze. Daher möchten wir darauf hinweisen, dass vor der Planung und Errichtung der Betriebsmittel weiterhin ein frühzeitiger Austausch mit den Verteilnetzbetreibern in diesen Regionen zwingend erforderlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Westnetz GmbH

ppa. Prof. Dr. Jendernalik

i. V. Dr. Schäfer