08/15/2012 - 09:42 | Sven B. | NEP

Leider geht es nicht mit der Uploud- Möglichkeit. Jetzt sende ich ihnen alles per e-Mail.
--------------------------------------------------------------
Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Wochen habe ich mich mit dem Netzausbau noch einmal intensiv beschäftigt. Ich habe viel gelesen in Zeitungen, in Büchern und im Netz. Die Absage des Bauprojekt Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel, in Schleswig-Holstein oder die Null-Emissions-Fähren der Rederei Scandlines, zwischen Deutschland und Dänemark und das Gutachten über den Stromtransport auf dem vorhandenen Bahnnetz. Beeindrucken ist auch die neue Studie des Energiewissenschaftlers Georg Erdmann von der TU Berlin. Erdmann geht davon aus, das die Verbraucher mit bis zu 300 Milliarden Euro belastet werden. Der Ökoaufschlag bei der Stromrechnung, die sogenanten EEG-Umlage, werde demnächst stark steigen. Erdmann rechnet den Anstieg an Strom aus Fotovoltaikanlagen und den Netzausbau dazu. Er rechnet in seiner Expertise mit einem Anstieg der EEG-Umlage auf“über 10 Cent pro Kilowattstunde“, also fast das dreifache dessen, was die Bundesregierung uns Bürgern als zumutbar versprochen hat.
Um eine Tonne CO2 einzusparen, könne man demnach 5 Euro für Dämmung eines Gebäudes ausgeben, 20 Euro in ein Gaskraftwerk investieren oder 500 Euro in Fotovoltaikanlagen stecken. Der Netzausbau übersteigt diese Summen noch um ein weiteres.
Es ist unverantwortlich Milliarden Summen für einen Netzausbau auszugeben, der ökologisch und gesellschaftlich unverantwortbar ist. Die Kosten würden unnötig in die Höhe schnellen. Das bedroht die Akzeptanz der Energiewende und gefährdet letztlich das ganze EEG. Das Geld für den Netzausbau wird dringender in regionalen Stromspeicheranlagen gebraucht. Unsinnige ist auch kilometerlange Stromtrassen neu zu bauen, um anderen Bundesländern Strom zu liefern. Ökologisch und ökonomisch wäre es sinnvoller, regenerative und dezentrale Anlagen zu fördern. Dan kann auf den Ankauf von Kohle- und Atomstrom im Ausland verzichtet werden, wie es in den Ballungszentren in Spitzenlastzeiten noch notwendig ist.
Leider haben sich wider einmal die Lobbyisten durchgesetzt. Sie sind geübt, ihre wirtschaftlichen Interessen im Mäntelchen der Umweltschutzziele zu verstecken.
 

Mit freundlichen Grüßen,
Sven B.