Netzentwicklungspläne 2030 (2017)

Das im Jahr 2015 novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht vor, dass die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) beginnend mit den Netzentwicklungsplänen 2030, Version 2017 zukünftig nicht mehr jährlich, sondern alle zwei Jahre einen gemeinsamen Netzentwicklungsplan (NEP) und Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) vorlegen. Mit der Umstellung auf einen Zweijahresturnus ist der Gesetzgeber den Forderungen der ÜNB sowie zahlreicher Stakeholder nach einer Beseitigung zeitlicher Überschneidungen verschiedener Prozesse nachgekommen.

Novelle des EnWG

Ausführliche Informationen zu den wesentlichen Neuerungen für den NEP und den O-NEP, die sich aus der Novelle des EnWG ergeben, finden Sie hier in einem Auszug aus dem NEP 2030, Version 2017.

Damit geht einher, dass die Übertragungsnetzbetreiber nun gemäß der Vorgaben des novellierten EnWG für die Erstellung beider Berichte vom Zeitpunkt der Genehmigung des Szenariorahmens 2030, Version 2017 an zehn Monate Zeit haben. Dieser ehrgeizige Zeitplan umfasst die Erarbeitung der ersten Entwürfe von NEP und O-NEP, die öffentliche Konsultation sowie die Übergabe der überarbeiteten Berichte an die Bundesnetzagentur (BNetzA).

Eine Veränderung zu den Netzentwicklungsplänen 2025 zeigt sich auch in der Anzahl der Szenarien. Im Gegensatz zum vorherigen Szenariorahmen enthält der Szenariorahmen 2030, Version 2017 vier und nicht sechs Szenarien. Darüber hinaus beziehen sich die Szenarien zum ersten Mal nicht mehr auf einen festgelegten Zeitraum von zehn beziehungsweise 20 Jahren. Die Vorgaben zum zu betrachtenden Zeithorizont wurden ebenfalls im EnWG angepasst und flexibilisiert, um die Netzentwicklungspläne besser mit den europäischen energiepolitischen Planungszeiträumen abzustimmen. Zukünftig decken drei Szenarien einen Zeitraum von mindestens zehn und höchstens 15 Jahren ab. Ein Szenario zeigt die Entwicklungen mit Blick auf mindestens 15 und höchstens 20 Jahre.

Die ersten Entwürfe von NEP und O-NEP 2030, Version 2017 wurden am 31.01.2017 veröffentlicht und zur Konsultation gestellt.

Vom Szenariorahmen zum bestätigten Bedarf

Mehr zum komplexen Prozess zur Ermittlung des Netzausbausbedarfs finden Sie unter:

Zahlen, Daten, Fakten

In der Kurzbroschüre „Zahlen, Daten, Fakten“ finden Sie die wesentlichen Ergebnisse zu den zweiten Entwürfen von NEP und O-NEP 2030, Version 2017.

Im Rahmen der Konsultation zu den ersten Entwürfen der Netzentwicklungspläne 2030, Version 2017 vom 31. Januar bis 28. Februar 2017 wurden 2.133 Stellungnahmen an die Übertragungsnetzbetreiber gerichtet, davon 2.116 zum Netzentwicklungsplan Strom und 17 zum Offshore-Netzentwicklungsplan.

Nach inhaltlicher Prüfung der eingegangenen Stellungnahmen haben die ÜNB die ersten Entwürfe überarbeitet. Die daraus resultierenden zweiten Entwürfe NEP und O-NEP wurden am 2. Mai veröffentlicht und an die Bundesnetzagentur übergeben.

Konsultation 2017

Alles rund um die vergangene Konsultation finden Sie unter:

NEP 2030, Version 2017, 2. Entwurf

Der NEP 2030, Version 2017 stellt den Um- und Ausbaubedarf im deutschen Onshore-Stromtransportnetz vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes dar. Die ÜNB planen, entwickeln und bauen das Netz der Zukunft. Sie zeigen mit dem NEP, wie der Umbau der Erzeugungslandschaft in Deutschland und die Integration erneuerbarer Energien bis 2030 bzw. 2035 gelingen kann.

Der erste Entwurf des NEP 2030, Version 2017 wurde unter Berücksichtigung der in der Konsultation eingegangenen Stellungnahmen überarbeitet. Die zentralen Ergebnisse aus der Konsultation sind im Kapitel 6 des zweiten Entwurfs zusammengefasst. Darüber hinaus wurden Anpassungen an den jeweiligen Kapiteln sowie den Steckbriefen im Anhang vorgenommen.

Die Konsultationsbeiträge zum NEP thematisieren neben grundsätzlichen Fragen zu in den Szenarien getroffenen Annahmen und Erfordernissen der Netzentwicklung auch regionale Betroffenheit. Vor allem die Alternativen zur Entlastung des Netzknotens Grafenrheinfeld (P43mod und P44mod) sowie der Verlauf der drei großen HGÜ-Verbindungen von Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg, von Schleswig-Holstein nach Bayern und von Sachsen-Anhalt nach Bayern waren Gegenstand zahlreicher Stellungnahmen.

Hintergrundmaterial

Die weiterführenden Materialien zum NEP finden Sie unter:

O-NEP 2030, Version 2017, 2. Entwurf

Der mit dem NEP verzahnte Entwurf des O-NEP 2030, Version 2017 wird gleichzeitig mit dem NEP veröffentlicht. Er bildet die Infrastruktur für die Anbindung der Offshore-Windenergie in 2030 bzw. 2035 ab. Der zweite Entwurf des O-NEP 2030 enthält die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation des ersten Entwurfs.

Insgesamt sind in der Konsultationsphase 17 Stellungnahmen zum O-NEP 2030, Version 2017 eingegangen. Schwerpunkte der Stellungnahmen sind die Themen Staffelung und Projekttermine, Ausgestaltung des Szenariorah­mens, Berücksichtigung des Flächenentwicklungsplans und des durch das Windenergie-auf-See-Gesetz eingeleiteten Systemwechsels, Auswahl geeigneter Netzverknüpfungspunkte und der damit zusammenhängende Netzausbau an Land sowie Aspekte des Natur- und Umweltschutzes.

Dieser O-NEP 2030, Version 2017 ist der letzte zu erstellende O-NEP. Danach werden seine Bestandteile teils im NEP und teils im Flächenentwicklungsplan aufgehen.

Hintergrundmaterial

Die weiterführenden Materialien zum O-NEP finden Sie unter:

Zahlen, Daten, Fakten

In der Kurzbroschüre „Zahlen, Daten, Fakten“ finden Sie die wesentlichen Ergebnisse zu den ersten Entwürfen von NEP und O-NEP 2030, Version 2017.

Nach der Genehmigung des Szenariorahmens 2030, Version 2017 durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) am 30. Juni 2016 haben die ÜNB auf dessen Basis die ersten Entwürfe des Netzentwicklungsplans und des Offshore-Netzentwicklungsplans 2030, Version 2017 erarbeitet. Am 31. Januar 2017 veröffentlichten die Übertragungsnetzbetreiber die ersten Entwürfe und übergaben sie an die Bundesnetzagentur. Die öffentliche Konsultation zu beiden Entwürfen findet zwischen dem 31. Januar und dem 28. Februar 2017 statt.

Konsultation der ersten Entwürfe NEP und O-NEP 2030

Vom 31. Januar bis zum 28. Februar 2017 wurden die ersten Entwürfe der Netzentwicklungspläne zur Konsultation gestellt. Hier erfahren Sie mehr.

Mit den ersten Entwürfen von Netzentwicklungsplan Strom und Offshore-Netzentwicklungsplan stellen die Übertragungsnetzbetreiber gewählte Verfahren, Methoden und genutzte Daten sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur bedarfsgerechten Optimierung, Verstärkung und zum Ausbau des Stromnetzes und des Offshore-Stromnetzes der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber zeigen mit diesen ersten Entwürfen der Netzentwicklungspläne 2030, Version 2017 den benötigten Netzausbau für die nächsten Jahre auf.

NEP 2030, Version 2017, 1. Entwurf

Der Netzentwicklungsplan Strom beschreibt keine konkreten Trassenverläufe von Übertragungsleitungen, sondern er dokumentiert den notwendigen Übertragungsbedarf zwischen Netzknoten. Das heißt, es werden Anfangs- und Endpunkte von zukünftigen Leitungsverbindungen definiert sowie konkrete Empfehlungen für den Aus- und Neubau der Übertragungsnetze an Land in Deutschland gemäß den Detailanforderungen im § 12 EnWG gegeben.

Hintergrundmaterial

Die weiterführenden Informationen zum NEP 2030, Version 2017 finden Sie unter:

O-NEP 2030, Version 2017, 1. Entwurf

Der vorliegende O-NEP-Bericht beschreibt keine konkreten Trassenverläufe, sondern bestimmt Maßnahmen, die unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und räumlicher Rahmenbedingungen geeignet sind, um die nach dem genehmigten Szenariorahmen erwartete installierte Erzeugungsleistung aus Offshore-Windenergie an das Übertragungsnetz an Land anzubinden.

Hintergrundmaterial

Die weiterführenden Informationen zum O-NEP 2030, Version 2017 finden Sie unter:

Die Ausgangsbasis für die Netzberechnungen in den Netzentwicklungsplänen 2030 bildet der am 30. Juni 2016 von der Bundesnetzagentur (BNetzA) genehmigte Szenariorahmen 2030, Version 2017. Den von den ÜNB erarbeiteten Entwurf des Szenariorahmens hatte die BNetzA am 18. Januar 2016 veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Die eingegangenen Stellungnahmen hatte die Bundesnetzagentur ausgewertet und bei der Genehmigung des Szenariorahmens berücksichtigt.

Die Entwicklung der Szenarien erfolgte auf Basis der Transformationsgeschwindigkeit der Energiewende und des Innovationsgrades mit Blick auf neue Stromanwendungen. Der genehmigte Szenariorahmen enthält darauf aufbauend ein konventionelles Szenario, ein Transformationsszenario und ein Innovationsszenario mit Blick auf das Jahr 2030. Das Transformationsszenario wird für das Jahr 2035 fortgeschrieben. So bildet jedes Szenario unterschiedliche Annahmen dahingehend ab, wie stark und wie schnell sich die Energielandschaft im Zuge der Energiewende verändert.

Ebenfalls wurden die Modellierung des Stromverbrauchs sowie der Einsatz von Speichern und neuen Stromanwendungen weiterentwickelt. Insbesondere die Flexibilisierung der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs sowie der verstärkte Einsatz von Strom im Verkehrs- und Wärmesektor sind dabei wesentliche Merkmale der Zukunftsszenarien. Der Stromverbrauch variiert in allen Szenarien, um die unterschiedliche Durchdringung der Szenarien mit Flexibilitätsoptionen und Energieeffizienz sowie neue Stromanwendungen wie Wärmepumpen und Elektromobilität berücksichtigen zu können.

Das konventionelle Szenario A beschreibt eine Energiewende in mäßiger Geschwindigkeit mit teilweiser Einführung neuer Technologien bei einem eher geringen Innovationsgrad. Szenario A ist durch einen vergleichsweise moderaten Zubau von Wind onshore und Photovoltaik geprägt und enthält den relativ größten Anteil an Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken. Einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine beschleunigte Energiewende unter intensiver Nutzung neuer Technologien beschreibt hingegen das Innovationsszenario C 2030. Der Mittelweg zwischen beiden Szenarien wird durch das Transformationsszenario B 2030/B 2035 abgebildet.

Die Szenarien berücksichtigen bereits die zukünftigen energiepolitischen Rahmenbedingungen. Hierzu zählen insbesondere die von Bundestag und Bundesrat im Juli 2016 beschlossene Novelle des EEG mit der Einführung von Ausschreibungen für die einzelnen erneuerbaren Energieträger sowie die veränderten Zubauraten der einzelnen erneuerbaren Energieträger. Darüber hinaus werden die energiepolitischen Ziele zur Energieeffizienz und zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen im Szenariorahmen beachtet.