Fachgespräch zum Szenariorahmenentwurf des NEP 2040/2045 (2027)

Beim digitalen Fachgespräch zum Szenariorahmenentwurf für den Netzentwicklungsplan Strom (NEP) 2040/2045 (2027) stellte die 4-ÜNB-Arbeitsgruppe „Szenarien“ unter der Leitung von Sven Schäfer am 20.04.2026 ihre Überlegungen zur Ausgestaltung des nächsten Szenariorahmens vor. Zudem wurde ein mit der Koordinierungsstelle für die integrierte Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO.NEP) abgestimmtes gemeinsames Szenario vorgestellt (Szenario B). Etwa 170 Gäste waren online zugeschaltet. Den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, von Umwelt- und Wirtschaftsverbänden sowie Energieversorgern wurde der aktuelle Arbeitsstand der Szenarienentwicklung vorgestellt und ihre Perspektiven dazu eingeholt.

Auf der Tagesordnung des Fachgesprächs standen zum Einstieg die grundlegenden Rahmenbedingungen sowie das Szenariodesign. In der Folge wurden die Annahmen für die Stromverbrauchs- und Erzeugungsseite erläutert.

Viele der vorgestellten Überlegungen stießen auf Zustimmung, wie beispielsweise die Spannbreite der geplanten Szenarien sowie die vorgesehenen Hauptunterschiedsmerkmale. Unterschiedliche Sichtweisen zeigten sich beispielsweise bei der zu erwartenden installierten Leistung an Großbatteriespeichern im Jahr 2040 sowie beim langfristigen Verhältnis von Aufdach-PV zu Freiflächen-PV im Jahr 2045. 

Bis zum 30.06.2026 werden die Übertragungsnetzbetreiber ihren Entwurf für den Szenariorahmen zum NEP 2040/2045 (2027) ausarbeiten und an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übergeben. Die BNetzA wird daraufhin eine öffentliche Konsultation durchführen, bei der alle Interessierten erneut die Gelegenheit haben, ihre Einschätzung der zukünftigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen abzugeben, bevor die BNetzA den Szenariorahmen genehmigt. Auf dieser verbindlichen Grundlage wird dann der bedarfsgerechte Ausbau des Stromnetzes durch die Übertragungsnetzbetreiber im NEP ermittelt.