02.03.21 - 09:24|Tilo W.|NEP
Betreff: Einspruch zu NEP030 und NEP2035 cc R. Bauer/50Hz, J. Winter/DLR, BET/AC

Sehr geehrte Damen und Herren,

die vorgelegte NEP für 2030 und 2035 sind schwachsinnig und nichts anderes:

Mit etwas Engagement könnte 2030 100% erneuerbarer Strom, heutiger Bedarf = 500-550TWh, erreicht werden, bis 2040 dann alle anderen Sektoren.
Zusammen 900TWh plus 250TWh biogene Nutzungen (Pellet-Heizungen ff). (Die Prognise beruht auf Extrapolation des EE-Anteils der letzten 10 Jahre)

Daher sind jedwede Investitionen in Fossile fraglich: 2GW KWK in Süddeutschland + 500 GW Notkraftwerk Erdöl in Karlsruhe bei AKW-Abschaltung Ende 2022 jedoch ausgenommen.

Für alle anderen Nutzungen werden sich kein 20 Jahre Amortisatiuonszeit mehr ergeben: Stranded Investments.

Somit ist der komplette Wechsel aller fossiler Notkraftwerke auf Gas im NEP2035: Schwachsinnig.

Durch Netzparität wird sich der Zubau dezentralen PV auch zukünftig erhöhen. Dies ist in NEP2030 und 2035 eindeutig zu niedrig angegeben. Also Erhöhung von heute rund 50GW auf über 150GW nicht nur 100GW erwartbar.

Aussage: Der Zubau dezentraler Energien wird komplett unterschätzt, der gezeigte Wechsel auf alleinig Erdgas im NEP2035 als fossile Absicherung betriebswirtschaftlicher Bullshit.

Grade durch dezentrale Stromspeicher und Lastverschiebung (Smartmeter) werden sich vorraussichtlich Spitzen soweit glätten lassen, dass ab 2030 nur noch 35GW (heute 60GW) fossile Absicherung notwendig sein werden. Dies läßt sich im Bestand Erdgas+Erdöl+Steinkohle erreichen.

Ich bitte hiermit also eine Überprüfung der Verfasser der NEP2030 und 2035 auf Zurechnungsfähigkeit.

Danke Tilo W.