Sonderbetrachtung zum Szenario A 2037+: Mehr Onshore-Wind, aber kein zusätzlicher Netzausbaubedarf
Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT Germany und TransnetBW veröffentlichen heute eine Sonderbetrachtung zum Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2037/2045 (2025). Im Szenario A 2037+ wird ein stärkerer Ausbau der Onshore-Windenergie untersucht. Das Ergebnis: Die Windstromerzeugung steigt, ebenso der Transportbedarf in Nord-Süd-Richtung. Zusätzlicher Onshore- oder Offshore-Netzausbaubedarf ergibt sich daraus jedoch nicht.
Grundlage ist eine installierte Onshore-Windleistung von 141 GW, was gegenüber dem Szenario A 2037 einer Erhöhung um 13,9 GW entspricht, während die übrigen Annahmen unverändert bleiben. Die Marktsimulation zeigt eine höhere Einspeisung aus Onshore-Wind, steigende Stromexporte und sinkende Importe. Deutschland bleibt zwar Nettoimporteur, der Nettoimport verringert sich jedoch gegenüber dem Szenario A 2037.
Netzseitig steigt der Nord-Süd-Transportbedarf leicht. Der verbleibende Engpassmanagementbedarf erhöht sich von 5,38 TWh auf 6,67 TWh und ordnet sich damit weiterhin zwischen den Szenarien A 2037 und B 2037 ein. Ein zusätzlicher Onshore- und Offshore-Netzausbaubedarf ergibt sich daraus nicht. Auch bei den erforderlichen Offshore-Netzanbindungssystemen zeigen sich keine Änderungen gegenüber dem Bedarf im Szenario A 2037.
Ergänzend vervollständigt die Veröffentlichung die CBA-Ergebnisse zu den Interkonnektoren und enthält Ergebnisse zu Blindleistungskompensationsanlagen im Trendszenario 2032.
Die Sonderbetrachtung finden Sie hier: www.netzentwicklungsplan.de/nep-aktuell/netzentwicklungsplan-20372045-2025.