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Netzentwicklungsplan Strom 2037/2045, Version 2025, 1. Entwurf

Sehr geehrte Damen und Herren,
zum o.g. Plan nimmt die Stadt Westerstede aufgrund ihrer Betroffenheit als Präferenzraum Stellung
Auf dem Gebiet der Stadt Westerstede sind für die nahe Zukunft bereits einige Netzprojekte (u.a. - Korridor B, Windader West und Landtrassen2030 (BalWin 4 u. LanWin 1) sowie als großes Infrastrukturprojekte, die Bundesautobahn A 20, geplant.
Diese Projekte werden einen erheblichen Eingriff in das Stadtbild, was sich auf die kommunale Planungshoheit, das Landschaftsbild und die Natur auswirken wird. Sie werden einerseits wertvolles Agrarland, andererseits aber auch zahlreiche naturnahe Flächen, wie Bäkenniederungen, beanspruchen.
Gleichzeitig weist die Stadt ausdrücklich darauf hin, dass das Stadtgebiet bereits in erheblichem Maße durch geplante Anlagen der erneuerbaren Energien, insbesondere durch Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaikanlagen sowie weiteren energiewirtschaftliche Infrastrukturen, wie Gasleitungen und die Höchstspannungsleitungen, vorbelastet ist. Die Stadt wird damit einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende auf regionaler und überregionaler Ebene leisten.
Durch die hohe Rauminanspruchnahme der Maßnahmen im Stadtgebiet ist die Belastungsgrenze für die Stadt Westerstede bereits überschritten - weitere Maßnahmen, die nicht aufeinander und miteinander koordiniert sind, sind nicht verhältnismäßig und der Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln.
Die Stadt Westerstede fordert eine koordinierte, technologieoffene (situative Wahl zwischen Freileitung oder Erdkabel) und langfristige Ausbau- und Trassenstrategie - mit Vorrang auf Bündelung von Projekten, um die Planungshoheit der Stadt auch in Zukunft zu gewährleisten und den Eingriff in die Landschaft zu minimieren.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Hots