20.03.2013 - 00:00 | UWG Ratsfraktion Meerbusch | NEP

Betreff: W.: Einspruch Netzentwicklungsplan 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit teilen wir Ihnen ausdrücklich mit, dass die UWG Ratsfraktion Meerbusch mit einer Veröffentlichung unserer Stellungnahme auf Ihrer Website einverstanden sind!

Mit freundlichen Grüßen
Christian Staudinger-Napp





----- Original Nachricht ----
Von: uwg-ratsfraktion-meerbusch@arcor.de
An: konsultation@netzentwicklungsplan.de
Datum: 19.03.2013 23:51
Betreff: Einspruch Netzentwicklungsplan 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dem neuen Netzentwicklungsplan 2013, in dem die Netzbetreiber erneut den Ausbau der Stromtrassen und die aus ihrer Sicht künftig notwendigen technischen Anlagen in Deutschland beschreiben, ist Osterath nach wie vor als Netzverknüpfungspunkt vorgesehen. Es ist als Anfangs- beziehungsweise Endpunkt der beiden Hochspannungsgleichstrom-Leitungen (HGÜ) benannt, die zwischen Nord- und Süddeutschland entstehen sollen.

Dieser Umstand ist nicht tragbar und kann deswegen auch als nicht praktikabel angesehen werden.

Die UWG Ratsfraktion Meerbusch möchte betonen, dass wir das mit dem Netzentwicklungsplan verfolgte Ziel, dem
Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, vollumfänglich unterstützen. Wir sind allerdings auch der Auffassung, dass der hierfür notwendige Netzausbau so erfolgen muss, dass er für die davon betroffene Bevölkerung zumutbar ist.

In diesem Zusammenhang möchten wir zum Ausdruck bringen, dass wir nicht nachvollziehen können, dass eine genauere Information über das geplante Konverteranlage in Osterath für die unmittelbar betroffenen Bürger und Bürgerinnen nicht umfangreich, zu spät und ohne jegliche Rechtssicherheit erfolgt ist.

Inhaltlich fällt eine Stellungnahme zu dem geplanten Vorhaben insofern schwer, als dass im Netzentwicklungsplan 2012/2013 nur sehr allgemein von dem „Knotenpunkt" Osterath und einer „HGÜ-Kopfstation" die Rede ist, nicht jedoch von der Art und Weise
der dort geplanten Bebauung und dem Betrieb der geplanten Anlage.

Die geplante Konverteranlage mit einer Fläche von bis zu 100.000 qm und einer Höhe von bis zu 30 m wird in der Bevölkerung nicht akzeptiert. Ein Bauwerk mit den angedeuteten Ausmaßen hat jedenfalls dann, wenn es grenznah an der derzeit bestehenden Einfamilienhausbebauung errichtet wird, erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen. Diese ergeben sich
bereits aus dem Umfang und der Höhe der geplanten Bebauung.

Dies wird den für die Grundstückseigentümer nachteiligen Aspekt haben, dass der Verkehrswert der bebauten Grundstücke durch den Bau einer Konverteranlage erheblich negativ beeinträchtigt würde. Das Vorhandensein eines derart großen Baukörpers und die von Ihnen erwarteten Immissionen, können nur dazu führen, dass sich deutlich weniger Menschen für den Wohnort Osterath entscheiden werden.

Darüber hinaus ist dem Netzentwicklungsplan nichts zu der Frage zu entnehmen, inwiefern die Bewohner dort durch Geräuschemissionen beeinträchtigt werden. Gleiches gilt auch für die Frage, welche Strahlenbelastungen oder sonstige Belastungen oder Risiken durch das dort geplante Konvertieren von Gleich- und Wechselstrom
und umgekehrt entstehen.

Nicht nachvollziehen können wir auch, weshalb ein Gebäude in der geplanten Dimension nicht dort entsteht, wo der entsprechende Platz vorhanden ist und wo die Beeinträchtigung für die dort lebende Bevölkerung gering oder idealerweise gar nicht gegeben ist. Offensichtlich soll in der geplanten Konverteranlage auch der in den nahe gelegenen
Braunkohleabbaugebieten produzierte Wechselstrom in Gleichstrom konvertiert werden.

Im Braunkohleabbaugebiet stehen riesige Flächen zur Verfügung, auf denen auch Gebäude einer derartigen Größenordnung — möglicherweise sogar unterirdisch eingebettet in eine Rekultivierungsmaßnahme — untergebracht werden können. Es ist
für uns daher nicht nachvollziehbar, dass mitten in einem Ballungsgebiet eine Konverteranlage in einer derartigen Dimension entstehen soll, während nur wenige Kilometer und ortsnah zu den Braunkohlekraftwerken entsprechende Flächen ohne zu befürchtende Beeinträchtigungen der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Im Netzentwicklungsplan wird diese Möglichkeit leider aber erst gar nicht in Erwägung gezogen!

Aufgrund der hier geschilderten aktuellen Sachlage, sowie einer Vielzahl von Gesprächen mit der unmittelbar betroffenen Bürgerschaft, lehnen wir somit den Bau einer Konverteranlage strikt ab!

Mit freundlichen Grüßen
Christian Staudinger-Napp

Typisch Unabhängige Wähler:
unkompliziert und sachbezogen!

UWG Ratsfraktion Meerbusch
40667 Meerbusch - Düsseldorfer Straße 81a

Fraktionsvorsitzender
Christian Staudinger-Napp

Telefon: 0172-2923282
www.uwg-meerbusch.de

Spendenkonto:
Konto: 93336279
Stadt Sparkasse Neuss Bankleitzahl: 305 50000



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