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Smart Wires Konsultationsantwort auf den Entwurf des deutschen Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025)
Datum: 12. Januar 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
Smart Wires ist ein Anbieter von innovativer Technologielösungen, der mSSSC-Technologie liefert und bereits in sieben (7) europäischen Ländern Installationen seiner Technologie durchgeführt hat. Diese europäischen Projekte ergeben insgesamt eine zusätzliche Kapazität von 2.400 MW. Smart Wires hat weltweit bereits 234 ihrer SmartValve (mSSSC)-Geräte erfolgreich in Betrieb genommen, weitere 99 Geräte für vertraglich vereinbarte Projekte warten auf ihre Inbetriebnahme.
Smart Wires hat die Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) vom 10. Dezember 2025 geprüft und auf Grundlage seiner Beobachtungen dieses Stellungsnahmepapier zur Berücksichtigung im Rahmen des Konsultationsprozesses erstellt.
Diese Beobachtungen sind nach Themen gegliedert, die sich auf allgemeine Beobachtungen zum Planentwurf, dessen Angemessenheit und Ansatz sowie auf spezifische Feststellungen im Planentwurf beziehen.
Kapitel 4.3.3 Lastflussregelung im Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) (Seite 101-102) Vorgeschlagene Nutzung von mSSSC
Smart Wires begrüßt in Kapitel 4.3.3 „Lastflusssteuerung“ die Bereitschaft, die Liste der Technologien, einschließlich mSSSC, für Projekte zu berücksichtigen, die eine Lastflusssteuerung erfordern.
Smart Wires begrüßt auch, dass davon ausgegangen wird, dass die „Technologieregeln“ bis zur Inbetriebnahme der Technologie erfüllt sein werden, und Smart Wires verpflichtet sich, mit den Übertragungsnetzbetreibern zusammenzuarbeiten, um dies sicherzustellen.
In Kapitel 4.3.3. des Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) wird angegeben, dass etwa 35 Module pro Phase erforderlich wären, um die Lastflussfähigkeit eines großen Phasenschiebertransformators (PST) zu erreichen. Dieser direkte Leistungsvergleich ist zwar für den Einsatz an einem einzigen Standort gleicher Größe technisch korrekt, vermittelt jedoch ein unvollständiges Bild vom Wertversprechen der mSSSC-Technologie für Anwendungen zur Leistungsflusssteuerung.
1. Bereitstellungsflexibilität: PST-Installationen erfordern große, zentralisierte Umspannwerke mit umfangreichen Bauarbeiten. Die Modularität von mSSSC ermöglicht einen dezentralen Einsatz an mehreren Standorten, an denen PSTs physisch nicht installiert werden können, und erzielt oft eine überlegene netzweite Leistung bei gleicher Spannungsinjektionskapazität. Eine Analyse des deutschen Übertragungsnetzes durch die RWTH Aachen (2020) hat gezeigt, dass die Verteilung der äquivalenten Spannungsinjektion auf 12 strategisch ausgewählte Standorte im Vergleich zu 4 konzentrierten Installationen (die ausgewählt wurden, um eine mSSSC-Alternative zu testen, da an jedem Standort ein zukünftiges PST vorgeschlagen worden war) zu einer etwa doppelt so hohen Entlastung führte.
2. Implementierungszeitplan: Die modulbasierte mSSSC-Fertigung ermöglicht eine Lieferung innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach Auftragserteilung, verglichen mit 4 bis 5 Jahren bei maßgeschneiderten PST-Lösungen. Der Entwurf des Netzentwicklungsplans sieht einen Zeitrahmen von 5 Jahren für mittelgroße Projekte zur Leistungsflusssteuerung vor. Obwohl kurzfristig gesetzliche Maßnahmen zur Verkürzung der langen Genehmigungsfristen geplant sind, wird der Zeitplan der Projekte durch die Beschaffung der Anlagen beeinflusst. Bei zeitkritischen Anwendungen kann mSSSC die Anfangskapazität innerhalb der Beschaffungsfristen bereitstellen, was PST-Anbieter nicht leisten können. mSSSC bietet die einzigartige Möglichkeit, die Kapazität schrittweise an die sich ändernden Anforderungen anzupassen.
3. Betriebliche Anpassungsfähigkeit: Modulare Geräte können bei sich ändernden Netzbedingungen neu eingesetzt werden, wodurch das Risiko einer Stilllegung von Anlagen vermieden wird. Dies ist angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Integrationsmuster erneuerbarer Energien und der Zeitpläne für die Fertigstellung von Übertragungsprojekten besonders wertvoll.
Der relevante Vergleich für die Netzwerkplanung ist nicht die Anzahl der Geräte, sondern vielmehr: die Gesamtsystemkosten, der Lieferzeitplan, der netzwerkweite Leistungsvorteil und die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Netzbedingungen. Wir bitten darum, dass die überarbeitete Analyse des Entwurfs des NEP zu Alternativen der Leistungsflusssteuerung diese Faktoren berücksichtigt, anstatt sich in erster Linie auf Vergleiche der Modulanzahl zu konzentrieren.
NOVA-Prinzip und seine Anwendung im Entwurf des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025)
Smart Wires unterstützt den Entwurf des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025), der anerkennt, dass innovative Netztechnologien eine wichtige Rolle bei der Netzoptimierung spielen (wie in Kapitel 4 Technologie und Innovationen Seite 92 erwähnt). Die Analyse der RWTH Aachen1 zeigt, dass der strategische Einsatz von Stromflusssteuerungstechnologien systemweite Engpasskosten erheblich senken kann.
Wir stimmen der Schlussfolgerung des Netzentwicklungsplants zu (wie in Kapitel 4 Technologie und Innovationen Seite 92 dargestellt), dass die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen unzureichende Anreize für technologieneutrale Innovationen bieten, und wir begrüßen die Forderung zu aktualisierten regulatorischen Ansätzen.
CurrENT Europe (dessen Mitglied Smart Wires ist) hat gemeinsam mit ACER Vorschläge zur Aufteilung der Vorteile entwickelt. Diese Vereinbarungen könnten eine Überlegung wert sein, da die deutschen Übertragungsnetzbetreiber und Regulierungsbehörden die festgestellten Regelungslücken angehen.
Kapitel 8.2.2 Zubaunetz im Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) – Neue Stromflussregelung und entsprechende Projekte (S. 211)
Für die acht in Kapitel 8.2.2 identifizierten Projekte zur Leistungsflusssteuerung weisen wir darauf hin, dass Projektbeschreibungen in der digitalen Projektbibliothek nur begrenzte technische Details zu den in Betracht gezogenen Alternativen enthalten. Wir bitten um:
1. Ausreichende technische Spezifikationen, um die Anwendbarkeit von mSSSC zu bewerten (Spannungsniveau, Schaltkreisleistung, erforderlicher Spannungsinjektionsbereich, zeitliche Einschränkungen und Standortbeschränkungen)
2. Zusammenarbeit mit zuständigen Übertragungsnetzbetreibern bei Projekten, bei denen unsere Analyse potenzielle Vorteile hinsichtlich Lieferzeitplan, Gesamtsystemkosten oder betrieblicher Flexibilität ergibt.
Dies würde es uns ermöglichen, den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern fundierte technische Vorschläge für Projekte zu unterbreiten, bei denen mSSSC Vorteile hinsichtlich Lieferzeit, Kosten oder betrieblicher Flexibilität bieten kann.
Vielen Dank für die Konsultation und die Möglichkeit, unsere Gedanken und Kommentare einzubringen. Wir sind offen und bereit, diese im Rahmen der laufenden Konsultation und Aktualisierung des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) ausführlicher zu erörtern.
Beste Grüße
Mark Norton,
Vizepräsident für Geschäftsentwicklung, Smart Wires
Datum: 12. Januar 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
Smart Wires ist ein Anbieter von innovativer Technologielösungen, der mSSSC-Technologie liefert und bereits in sieben (7) europäischen Ländern Installationen seiner Technologie durchgeführt hat. Diese europäischen Projekte ergeben insgesamt eine zusätzliche Kapazität von 2.400 MW. Smart Wires hat weltweit bereits 234 ihrer SmartValve (mSSSC)-Geräte erfolgreich in Betrieb genommen, weitere 99 Geräte für vertraglich vereinbarte Projekte warten auf ihre Inbetriebnahme.
Smart Wires hat die Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) vom 10. Dezember 2025 geprüft und auf Grundlage seiner Beobachtungen dieses Stellungsnahmepapier zur Berücksichtigung im Rahmen des Konsultationsprozesses erstellt.
Diese Beobachtungen sind nach Themen gegliedert, die sich auf allgemeine Beobachtungen zum Planentwurf, dessen Angemessenheit und Ansatz sowie auf spezifische Feststellungen im Planentwurf beziehen.
Kapitel 4.3.3 Lastflussregelung im Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) (Seite 101-102) Vorgeschlagene Nutzung von mSSSC
Smart Wires begrüßt in Kapitel 4.3.3 „Lastflusssteuerung“ die Bereitschaft, die Liste der Technologien, einschließlich mSSSC, für Projekte zu berücksichtigen, die eine Lastflusssteuerung erfordern.
Smart Wires begrüßt auch, dass davon ausgegangen wird, dass die „Technologieregeln“ bis zur Inbetriebnahme der Technologie erfüllt sein werden, und Smart Wires verpflichtet sich, mit den Übertragungsnetzbetreibern zusammenzuarbeiten, um dies sicherzustellen.
In Kapitel 4.3.3. des Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) wird angegeben, dass etwa 35 Module pro Phase erforderlich wären, um die Lastflussfähigkeit eines großen Phasenschiebertransformators (PST) zu erreichen. Dieser direkte Leistungsvergleich ist zwar für den Einsatz an einem einzigen Standort gleicher Größe technisch korrekt, vermittelt jedoch ein unvollständiges Bild vom Wertversprechen der mSSSC-Technologie für Anwendungen zur Leistungsflusssteuerung.
1. Bereitstellungsflexibilität: PST-Installationen erfordern große, zentralisierte Umspannwerke mit umfangreichen Bauarbeiten. Die Modularität von mSSSC ermöglicht einen dezentralen Einsatz an mehreren Standorten, an denen PSTs physisch nicht installiert werden können, und erzielt oft eine überlegene netzweite Leistung bei gleicher Spannungsinjektionskapazität. Eine Analyse des deutschen Übertragungsnetzes durch die RWTH Aachen (2020) hat gezeigt, dass die Verteilung der äquivalenten Spannungsinjektion auf 12 strategisch ausgewählte Standorte im Vergleich zu 4 konzentrierten Installationen (die ausgewählt wurden, um eine mSSSC-Alternative zu testen, da an jedem Standort ein zukünftiges PST vorgeschlagen worden war) zu einer etwa doppelt so hohen Entlastung führte.
2. Implementierungszeitplan: Die modulbasierte mSSSC-Fertigung ermöglicht eine Lieferung innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach Auftragserteilung, verglichen mit 4 bis 5 Jahren bei maßgeschneiderten PST-Lösungen. Der Entwurf des Netzentwicklungsplans sieht einen Zeitrahmen von 5 Jahren für mittelgroße Projekte zur Leistungsflusssteuerung vor. Obwohl kurzfristig gesetzliche Maßnahmen zur Verkürzung der langen Genehmigungsfristen geplant sind, wird der Zeitplan der Projekte durch die Beschaffung der Anlagen beeinflusst. Bei zeitkritischen Anwendungen kann mSSSC die Anfangskapazität innerhalb der Beschaffungsfristen bereitstellen, was PST-Anbieter nicht leisten können. mSSSC bietet die einzigartige Möglichkeit, die Kapazität schrittweise an die sich ändernden Anforderungen anzupassen.
3. Betriebliche Anpassungsfähigkeit: Modulare Geräte können bei sich ändernden Netzbedingungen neu eingesetzt werden, wodurch das Risiko einer Stilllegung von Anlagen vermieden wird. Dies ist angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Integrationsmuster erneuerbarer Energien und der Zeitpläne für die Fertigstellung von Übertragungsprojekten besonders wertvoll.
Der relevante Vergleich für die Netzwerkplanung ist nicht die Anzahl der Geräte, sondern vielmehr: die Gesamtsystemkosten, der Lieferzeitplan, der netzwerkweite Leistungsvorteil und die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Netzbedingungen. Wir bitten darum, dass die überarbeitete Analyse des Entwurfs des NEP zu Alternativen der Leistungsflusssteuerung diese Faktoren berücksichtigt, anstatt sich in erster Linie auf Vergleiche der Modulanzahl zu konzentrieren.
NOVA-Prinzip und seine Anwendung im Entwurf des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025)
Smart Wires unterstützt den Entwurf des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025), der anerkennt, dass innovative Netztechnologien eine wichtige Rolle bei der Netzoptimierung spielen (wie in Kapitel 4 Technologie und Innovationen Seite 92 erwähnt). Die Analyse der RWTH Aachen1 zeigt, dass der strategische Einsatz von Stromflusssteuerungstechnologien systemweite Engpasskosten erheblich senken kann.
Wir stimmen der Schlussfolgerung des Netzentwicklungsplants zu (wie in Kapitel 4 Technologie und Innovationen Seite 92 dargestellt), dass die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen unzureichende Anreize für technologieneutrale Innovationen bieten, und wir begrüßen die Forderung zu aktualisierten regulatorischen Ansätzen.
CurrENT Europe (dessen Mitglied Smart Wires ist) hat gemeinsam mit ACER Vorschläge zur Aufteilung der Vorteile entwickelt. Diese Vereinbarungen könnten eine Überlegung wert sein, da die deutschen Übertragungsnetzbetreiber und Regulierungsbehörden die festgestellten Regelungslücken angehen.
Kapitel 8.2.2 Zubaunetz im Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) – Neue Stromflussregelung und entsprechende Projekte (S. 211)
Für die acht in Kapitel 8.2.2 identifizierten Projekte zur Leistungsflusssteuerung weisen wir darauf hin, dass Projektbeschreibungen in der digitalen Projektbibliothek nur begrenzte technische Details zu den in Betracht gezogenen Alternativen enthalten. Wir bitten um:
1. Ausreichende technische Spezifikationen, um die Anwendbarkeit von mSSSC zu bewerten (Spannungsniveau, Schaltkreisleistung, erforderlicher Spannungsinjektionsbereich, zeitliche Einschränkungen und Standortbeschränkungen)
2. Zusammenarbeit mit zuständigen Übertragungsnetzbetreibern bei Projekten, bei denen unsere Analyse potenzielle Vorteile hinsichtlich Lieferzeitplan, Gesamtsystemkosten oder betrieblicher Flexibilität ergibt.
Dies würde es uns ermöglichen, den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern fundierte technische Vorschläge für Projekte zu unterbreiten, bei denen mSSSC Vorteile hinsichtlich Lieferzeit, Kosten oder betrieblicher Flexibilität bieten kann.
Vielen Dank für die Konsultation und die Möglichkeit, unsere Gedanken und Kommentare einzubringen. Wir sind offen und bereit, diese im Rahmen der laufenden Konsultation und Aktualisierung des Netzentwicklungsplans 2037/2045 (2025) ausführlicher zu erörtern.
Beste Grüße
Mark Norton,
Vizepräsident für Geschäftsentwicklung, Smart Wires