| Bayernwerk Netz GmbH | NEP
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir beteiligen uns gerne an der öffentlichen Konsultation des 1. Entwurfs des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045, Version 2025 und nehmen zu konkreten Maßnahmen in unserem Netzgebiet wie nachfolgend Stellung:
Die von der TenneT geplanten Maßnahmen im Höchstspannungsnetz in Bayern haben für uns, als unterlagerter Verteilnetzbetreiber, eine starke Auswirkung auf unsere eigene Netzentwicklung. In unserem letzten Netzausbauplan (Netzausbauplan 2024) haben wir unseren Bedarf an neuen Kuppelstellen zwischen dem Höchst- und dem Hochspannungsnetz veröffentlicht und auch nochmal separat an TenneT kommuniziert. Bezüglich dieser Projekte sind wir in engem Austausch mit diesem Unternehmen. Teilweise wurden Projekte, welche gemeinsam von TenneT und Bayernwerk überarbeitet wurden, schon abgeändert in den Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) übernommen.
Gesetzlich ist eine Verzahnung zwischen dem Netzentwicklungsplan (NEP) und dem Netzausbauplan (NAP) vorgesehen. Leider finden sich nicht alle der an TenneT übermittelten Bedarfe an zusätzlichen Transformatoren und an zusätzlich benötigten Standorten als Projekte im 1. Entwurf des Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) wieder. Basis unserer Stellungnahme sind die für die Erfüllung unserer Versorgungsaufgabe ermittelten Maßnahmen der Verstärkung unseres Netzes, welche im Netzausbauplan 2024 veröffentlicht wurden. Der neue Netzausbauplan (2026) wird derzeit vorbereitet und bis Herbst 2026 erarbeitet. Sich daraus ggf. ergebende Änderungen zum NAP 2024 können also noch nicht in dieser Stellungnahme berücksichtigt werden.
Die nachfolgenden Abweichungen zwischen dem Netzausbauplan 2024 und dem 1. Entwurf des Netzentwicklungsplans bitten wir in den 2. Entwurf des Netzentwicklungsplans mit aufzunehmen:
Oberfranken:
• Suchraum Weidhausen bei Coburg: unser Unternehmen sieht den Standort des neuen 380-kV-Umspannwerks mit vier 380/110-kV-Transformatoren weiter westlich im Bereich Coburg; TenneT wurde der Bedarf im Suchraum Rögen gemeldet.
• Suchraum Scheßlitz: neues 380-kV-Umspannwerk mit zwei 380/110-kV-Transformatoren fehlt
Unterfranken:
• 380-kV-Umspannwerk UW Grafenrheinfeld: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (drei 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt)
• 380-kV-Umspannwerk UW Theilheim: unser Unternehmen hat TenneT im Dezember 2025 den Bedarf für einen weiteren 380/110-kV-Transformator übermittelt - damit werden dort künftig fünf 380/110-kV-Transformatoren benötigt
Oberpfalz:
• Neues 380-kV-Umspannwerk im Raum Amberg: die Inbetriebnahme ist für 2037 geplant. Im NEP wird das Leitungsprojekt (P482) allerdings nur für 2045 bestätigt. Die bestehende Leitung zwischen Ludersheim und Schwandorf wird auch von unserem Unternehmen genutzt – im geplanten Leitungsprojekt muss gleichfalls die zusätzliche Mitführung von 110-kV-Stromkreisen geplant und umgesetzt werden.
• Neues 380-kV-Umspannwerk UW Wenzenbach: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) (P472)
Niederbayern:
• Suchraum Mötzing: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Neues 380-kV-Umspannwerk UW Sand: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) (P473)
Oberbayern:
• Suchraum Grabenstätt: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• 380-kV-Umspannwerk UW Marienberg: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) bzw. alternatives 380-kV-Umspannwerk fehlt (P488)
• Suchraum Puchheim: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Schlehdorf: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Waakirchen: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Vohburg und Maßnahme P487 Raitersaich/West-Vohburg-Sittling (sog. Westbayernring): das ursprünglich geplante neue 380-kV-Umspannwerk mit 380/110-kV-Transformatoren im Raum Vohburg wird nicht mehr benötigt, da das zugrundeliegende Industriekundenprojekt nicht umgesetzt wird. Es gibt daher keine Einwände gegen den Wegfall der Maßnahme P487
Bei Eintreffen des prognostizierten Zubaupfades der EE-Leistung wird die geplante zeitliche Einordnung und Realisierung verschiedener Erweiterungs- und Neubauvorhauben zu spät, d.h. zu weit in der Zukunft sein. Dies betrifft vor allem auch die beiden Leitungsbaumaßnahmen P482 Ludersheim/West –Amberg –Schwandorf (sog. Mittelbayernachse) und P540 Vieselbach–Altenfeld–Münnerstadt–Eltingshausen–Grafenrheinfeld.
Außerdem habe ich eine redaktionelle Anmerkung zum Begleitdokument „Punktmaßnahmen im NEP 2037/2045(2025)“. Konkret geht es um die Tabelle 2 in der PDF-Datei: NEP_Punktmassnahmen_2037_2045_V2025_1E.pdf. Es fällt leider sehr schwer die Punktmaßnahmen in unserem Netzgebiet zu finden, da nicht erkennbar ist, welche Punktmaßnahme bei welchem ÜNB liegt. In Tabelle 1 wurde das deutlich besser umgesetzt. Ideal wäre neben der Information des zuständigen ÜNBs auch noch die Info zum Bundesland. Die Darstellung der Punktmaßnahmen auf einer Karte (wie beim NEP 2023) würde es sehr erleichtern einen Überblick über die geplanten Punktmaßnahmen zu bekommen.
Wir bedanken uns für die Beteiligung am Verfahren und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Einer Veröffentlichung unserer Stellungnahme durch die Bundesnetzagentur stimmen wir zu.
Freundliche Grüße
Sebastian Kick
Leiter Netzplanung Hochspannung
Wir beteiligen uns gerne an der öffentlichen Konsultation des 1. Entwurfs des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045, Version 2025 und nehmen zu konkreten Maßnahmen in unserem Netzgebiet wie nachfolgend Stellung:
Die von der TenneT geplanten Maßnahmen im Höchstspannungsnetz in Bayern haben für uns, als unterlagerter Verteilnetzbetreiber, eine starke Auswirkung auf unsere eigene Netzentwicklung. In unserem letzten Netzausbauplan (Netzausbauplan 2024) haben wir unseren Bedarf an neuen Kuppelstellen zwischen dem Höchst- und dem Hochspannungsnetz veröffentlicht und auch nochmal separat an TenneT kommuniziert. Bezüglich dieser Projekte sind wir in engem Austausch mit diesem Unternehmen. Teilweise wurden Projekte, welche gemeinsam von TenneT und Bayernwerk überarbeitet wurden, schon abgeändert in den Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) übernommen.
Gesetzlich ist eine Verzahnung zwischen dem Netzentwicklungsplan (NEP) und dem Netzausbauplan (NAP) vorgesehen. Leider finden sich nicht alle der an TenneT übermittelten Bedarfe an zusätzlichen Transformatoren und an zusätzlich benötigten Standorten als Projekte im 1. Entwurf des Netzentwicklungsplan 2037/2045 (2025) wieder. Basis unserer Stellungnahme sind die für die Erfüllung unserer Versorgungsaufgabe ermittelten Maßnahmen der Verstärkung unseres Netzes, welche im Netzausbauplan 2024 veröffentlicht wurden. Der neue Netzausbauplan (2026) wird derzeit vorbereitet und bis Herbst 2026 erarbeitet. Sich daraus ggf. ergebende Änderungen zum NAP 2024 können also noch nicht in dieser Stellungnahme berücksichtigt werden.
Die nachfolgenden Abweichungen zwischen dem Netzausbauplan 2024 und dem 1. Entwurf des Netzentwicklungsplans bitten wir in den 2. Entwurf des Netzentwicklungsplans mit aufzunehmen:
Oberfranken:
• Suchraum Weidhausen bei Coburg: unser Unternehmen sieht den Standort des neuen 380-kV-Umspannwerks mit vier 380/110-kV-Transformatoren weiter westlich im Bereich Coburg; TenneT wurde der Bedarf im Suchraum Rögen gemeldet.
• Suchraum Scheßlitz: neues 380-kV-Umspannwerk mit zwei 380/110-kV-Transformatoren fehlt
Unterfranken:
• 380-kV-Umspannwerk UW Grafenrheinfeld: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (drei 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt)
• 380-kV-Umspannwerk UW Theilheim: unser Unternehmen hat TenneT im Dezember 2025 den Bedarf für einen weiteren 380/110-kV-Transformator übermittelt - damit werden dort künftig fünf 380/110-kV-Transformatoren benötigt
Oberpfalz:
• Neues 380-kV-Umspannwerk im Raum Amberg: die Inbetriebnahme ist für 2037 geplant. Im NEP wird das Leitungsprojekt (P482) allerdings nur für 2045 bestätigt. Die bestehende Leitung zwischen Ludersheim und Schwandorf wird auch von unserem Unternehmen genutzt – im geplanten Leitungsprojekt muss gleichfalls die zusätzliche Mitführung von 110-kV-Stromkreisen geplant und umgesetzt werden.
• Neues 380-kV-Umspannwerk UW Wenzenbach: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) (P472)
Niederbayern:
• Suchraum Mötzing: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Neues 380-kV-Umspannwerk UW Sand: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) (P473)
Oberbayern:
• Suchraum Grabenstätt: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• 380-kV-Umspannwerk UW Marienberg: zu wenige 380/110-kV-Transformatoren enthalten (vier 380/110-kV-Transformatoren werden benötigt) bzw. alternatives 380-kV-Umspannwerk fehlt (P488)
• Suchraum Puchheim: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Schlehdorf: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Waakirchen: neues 380-kV-Umspannwerk mit vier 380/110-kV-Transformatoren fehlt
• Suchraum Vohburg und Maßnahme P487 Raitersaich/West-Vohburg-Sittling (sog. Westbayernring): das ursprünglich geplante neue 380-kV-Umspannwerk mit 380/110-kV-Transformatoren im Raum Vohburg wird nicht mehr benötigt, da das zugrundeliegende Industriekundenprojekt nicht umgesetzt wird. Es gibt daher keine Einwände gegen den Wegfall der Maßnahme P487
Bei Eintreffen des prognostizierten Zubaupfades der EE-Leistung wird die geplante zeitliche Einordnung und Realisierung verschiedener Erweiterungs- und Neubauvorhauben zu spät, d.h. zu weit in der Zukunft sein. Dies betrifft vor allem auch die beiden Leitungsbaumaßnahmen P482 Ludersheim/West –Amberg –Schwandorf (sog. Mittelbayernachse) und P540 Vieselbach–Altenfeld–Münnerstadt–Eltingshausen–Grafenrheinfeld.
Außerdem habe ich eine redaktionelle Anmerkung zum Begleitdokument „Punktmaßnahmen im NEP 2037/2045(2025)“. Konkret geht es um die Tabelle 2 in der PDF-Datei: NEP_Punktmassnahmen_2037_2045_V2025_1E.pdf. Es fällt leider sehr schwer die Punktmaßnahmen in unserem Netzgebiet zu finden, da nicht erkennbar ist, welche Punktmaßnahme bei welchem ÜNB liegt. In Tabelle 1 wurde das deutlich besser umgesetzt. Ideal wäre neben der Information des zuständigen ÜNBs auch noch die Info zum Bundesland. Die Darstellung der Punktmaßnahmen auf einer Karte (wie beim NEP 2023) würde es sehr erleichtern einen Überblick über die geplanten Punktmaßnahmen zu bekommen.
Wir bedanken uns für die Beteiligung am Verfahren und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Einer Veröffentlichung unserer Stellungnahme durch die Bundesnetzagentur stimmen wir zu.
Freundliche Grüße
Sebastian Kick
Leiter Netzplanung Hochspannung