| Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog | NEP
Betreff: Stellungnahme zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans 2037/2045
Stellungnahme zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2037/2045
Ich kann den o.a. Entwurf nicht mittragen und lege hierdurch Widerspruch aus folgenden Gründen ein:
Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Planungstransparenz sowie unzureichende Darstellungen zu den geplanten Trassen- und Interkonnektorenquerungen der Nordseeinsel Langeoog, die bis 2045 realisiert werden soll.
Im aktuellen Entwurf fehlen konkrete Angaben zur weiteren technischen Umsetzung der Inselquerungen bis 2045, obwohl bereits acht Offshore-Netzanbindungssysteme (Onas) vorgesehen sind. Die kartografischen Darstellungen bleiben vage und unpräzise, insbesondere zu möglichen Trassenverläufen und der zusätzlichen Anbindung von Interkonnektoren. Solch unklare Darstellungen sind weder mit den Anforderungen an eine zukunftssichere Energieinfrastruktur noch mit den Belangen des Natur- und Umweltschutzes auf unserer Insel vereinbar.
Ich fordere die Übertragungsnetzbetreiber auf, detaillierte Planungsunterlagen vorzulegen, aktuell ist die Insel Langeoog vor lauter "voraussichtlichen" Querungen kaum noch im Hintergrund zu erkennen, sh. z.B. Seite 176 im NEP.
Ist es angedacht, daß Langeoog bis 2045 ein "Industriepark" für diese Querungen werden soll? Die Insulaner leben weitestgehend vom Tourismus und verzeichneten im Jahr 2024 nahezu 1,6 Mio Übernachtungen. Unsere Insel ist eine stark nachgefragte Destination für Menschen, die Erholung und Naturerlebnis in einer nachhaltig ausgerichteten Umgebung suchen. Dies wird durch Ihre Vorhaben massiv beeinträchtigt.
Besonders besorgniserregend ist für Langeoog das Risiko für unsere großerstene Ersatzsüsswasserlinse im Inselosten, genau dort, wo die Querungen vorgesehen sind. Alle bisherigen Gutachten berücksichtigten nicht unsere kritischen Fragen.
Darüberhinaus waren die Gutachten nur auf die acht angedachten Querungen ausgelegt. Schon ab der 9. Querung müssten neue Gutachten vorgelegt werden.Wie bekannt ist, sind wir autark in der Wasserversorgung, ohne Anbindung ans Festland. Selbst wenn erstmalig eine Wasserleitung zum Festland installiert werden müsste, wäre aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit am Festland eine gesicherte Versorung der Insel bis 2045 mit Wasser sehr fraglich.
Ein weiterer kritischer Aspekt sind die veränderten technischen Rahmenbedingungen. Die aktuellen Planungen sehen neue Techniken mit größeren und schwereren Kabeln vor, die in den alten "Wasergutachten" nicht berücksichtigt wurden.
Frage: welche absehbaren Folgen und Beeinträchtigungen durch diese bisher im Watt nicht erprobte Verlegetechnik der neuen Kabelsysteme sind für unsere Umwelt und Natur zu befürchten? Die Kabel sind 3x schwerer (ca. 180 kg/lfd. m., bisher ca. 65 kg) und weniger biegsam, können nicht aufgerollt werden, es ist wohl zudem kein Transport auf Schiffseinheiten möglich.
Zudem finde ich keine exakte Erklärung über welches Gate diese angedachten Leitungen verlegt werden sollen. Das Übergabegate N 3 zwischen Küstenmeer und AWZ ( Baltrum/Langeoog ) ist mit 13 Kabeln ( 8 für Langeoog und 5 für Baltrum ) lt. Angaben des BSH voll ausgenutzt. Bitte berücksichtigen Sie das auch bei Ihren Planungen.
Die extremem Belastungen für unsere Insulaner, unsere Umwelt und Natur dürften bekannt sein, spätestens seit der Fortschreibung des LROP mit dem Änderungsentwurf zum ergänzten Vorranggebiet Kabeltrasse über Langeoog. Diese genannten negativen Auswirkungen werden sich bei den Vorhaben lt. NEP noch erheblich verstärken und das bei unserer Insel im Weltnaturerbe Wattenmeer.
Für mich hebelt dieser 1. Entwurf zum NEP 2037/2045 Umweltrecht aus und gefährdet den Schutz elementarer Lebensgrundlagen, deshalb widerspreche ich ihm und bitte um entsprechende Nachbesserungen.
Bärbel Kraus
Vorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog
Stellungnahme zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2037/2045
Ich kann den o.a. Entwurf nicht mittragen und lege hierdurch Widerspruch aus folgenden Gründen ein:
Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Planungstransparenz sowie unzureichende Darstellungen zu den geplanten Trassen- und Interkonnektorenquerungen der Nordseeinsel Langeoog, die bis 2045 realisiert werden soll.
Im aktuellen Entwurf fehlen konkrete Angaben zur weiteren technischen Umsetzung der Inselquerungen bis 2045, obwohl bereits acht Offshore-Netzanbindungssysteme (Onas) vorgesehen sind. Die kartografischen Darstellungen bleiben vage und unpräzise, insbesondere zu möglichen Trassenverläufen und der zusätzlichen Anbindung von Interkonnektoren. Solch unklare Darstellungen sind weder mit den Anforderungen an eine zukunftssichere Energieinfrastruktur noch mit den Belangen des Natur- und Umweltschutzes auf unserer Insel vereinbar.
Ich fordere die Übertragungsnetzbetreiber auf, detaillierte Planungsunterlagen vorzulegen, aktuell ist die Insel Langeoog vor lauter "voraussichtlichen" Querungen kaum noch im Hintergrund zu erkennen, sh. z.B. Seite 176 im NEP.
Ist es angedacht, daß Langeoog bis 2045 ein "Industriepark" für diese Querungen werden soll? Die Insulaner leben weitestgehend vom Tourismus und verzeichneten im Jahr 2024 nahezu 1,6 Mio Übernachtungen. Unsere Insel ist eine stark nachgefragte Destination für Menschen, die Erholung und Naturerlebnis in einer nachhaltig ausgerichteten Umgebung suchen. Dies wird durch Ihre Vorhaben massiv beeinträchtigt.
Besonders besorgniserregend ist für Langeoog das Risiko für unsere großerstene Ersatzsüsswasserlinse im Inselosten, genau dort, wo die Querungen vorgesehen sind. Alle bisherigen Gutachten berücksichtigten nicht unsere kritischen Fragen.
Darüberhinaus waren die Gutachten nur auf die acht angedachten Querungen ausgelegt. Schon ab der 9. Querung müssten neue Gutachten vorgelegt werden.Wie bekannt ist, sind wir autark in der Wasserversorgung, ohne Anbindung ans Festland. Selbst wenn erstmalig eine Wasserleitung zum Festland installiert werden müsste, wäre aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit am Festland eine gesicherte Versorung der Insel bis 2045 mit Wasser sehr fraglich.
Ein weiterer kritischer Aspekt sind die veränderten technischen Rahmenbedingungen. Die aktuellen Planungen sehen neue Techniken mit größeren und schwereren Kabeln vor, die in den alten "Wasergutachten" nicht berücksichtigt wurden.
Frage: welche absehbaren Folgen und Beeinträchtigungen durch diese bisher im Watt nicht erprobte Verlegetechnik der neuen Kabelsysteme sind für unsere Umwelt und Natur zu befürchten? Die Kabel sind 3x schwerer (ca. 180 kg/lfd. m., bisher ca. 65 kg) und weniger biegsam, können nicht aufgerollt werden, es ist wohl zudem kein Transport auf Schiffseinheiten möglich.
Zudem finde ich keine exakte Erklärung über welches Gate diese angedachten Leitungen verlegt werden sollen. Das Übergabegate N 3 zwischen Küstenmeer und AWZ ( Baltrum/Langeoog ) ist mit 13 Kabeln ( 8 für Langeoog und 5 für Baltrum ) lt. Angaben des BSH voll ausgenutzt. Bitte berücksichtigen Sie das auch bei Ihren Planungen.
Die extremem Belastungen für unsere Insulaner, unsere Umwelt und Natur dürften bekannt sein, spätestens seit der Fortschreibung des LROP mit dem Änderungsentwurf zum ergänzten Vorranggebiet Kabeltrasse über Langeoog. Diese genannten negativen Auswirkungen werden sich bei den Vorhaben lt. NEP noch erheblich verstärken und das bei unserer Insel im Weltnaturerbe Wattenmeer.
Für mich hebelt dieser 1. Entwurf zum NEP 2037/2045 Umweltrecht aus und gefährdet den Schutz elementarer Lebensgrundlagen, deshalb widerspreche ich ihm und bitte um entsprechende Nachbesserungen.
Bärbel Kraus
Vorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog