| Gemeinde Meeder | NEP
Betreff: 1. Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Strom 2037/2045 (2025); Stellungnahme und Ablehnung des Entwicklungszenarios betreffend des Hoheitsgebiets der Gemeinde Meeder, Trasse P 540
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Gemeinde Meeder wird durch oben bezeichnetes Projekt in erheblichem Umfang tangiert, nachdem sich das Gemeindegebiet in direkter, unmittelbarer Luftlinienstrecke "Schalkau" / "Grafenrheinfeld" und somit im "Kernbereich" des Trassenkorridors geplanter P 540 befindet.
Die Gemeinde Meeder lehnt diese Trassenführung bereits heute vollständig ab.
Durch die bereits im Gemeindegebiet bestehenden und künftigen Belastungen mittels der Projekte "BAB A 73 inkl. Neubau einer Autobahnraststätte", "Neubau Staatsstraße 2205", "Grünes Band" und Ausweisung umfangreicher "FFH-Projektflächen", wird ein weiterer raumbedeutender Eingriff durch beachtlichen Trassenkorridor, die bauplanerische Entwicklung nachhaltig, zukunftsfähig stören und verhindern.
Im nordwestlichen Gemeindegebiet und dem Trassenkorridor umfassenden Bereich bestehen bereits umfangreiche fortgeschrittene Planungen zur Errichtung von Windenergieanlagen, welche die Produktion von nahezu 70 MW eröffnen. Diese Planungen sind bereits zur Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken West angemeldet, werden augenblicklich in die Öffentlichkeitsbeteiligung überführt und es bestehen inzwischen umfangreiche Grundstücksaktivierungen zur Umsetzung desgleichen (75 % der benötigten Gebietskulisse von 300 ha sind bereits vertraglich gesichert). Ein geplanter Trassenkorridor würde diese Planungen zunichtemachen.
Die Gemeinde Meeder (wie unsere Nachbarkommunen) ist aktiver Vorreiter und fester Bestandteil der Energiewende mittels umfangreicher Ausweisungen von regenerativen Energiequellen. Allein die Gemeinde Meeder hat bereits mittels Bauleitplanung 50 MW an Freilandphotovoltaikanlagen ins aktive Baurecht überführt (rd. 60 ha). Gemeinsam mit nun geplanten Windenergieanlagen wird bei der Umsetzung dergleichen eine regenerative Energieschöpfung von über 120 MW (ohne Biomasseanlagen) die nächsten Jahre vorgehalten werden können. Dies übersteigt den kommunalen Bedarf unserer Gebietskörperschaft um nahezu 500 % und stellt einen überaus respektablen, ja Vorzeigecharakter und Einsatz unserer Kommune zur Energiewende dar.
Sollten die geplante Stromtrasse zwischen Schalkau und Münnerstadt über beabsichtigten Trassenkorridor geführt werden, wird das kommunalpolitische Ziel sowie die interkommunale gemeinsame Anstrengung der Windenergienutzung im nord-westlichen Landkreis Coburg, der Kommunen Meeder, Bad Rodach und Lautertal, unwiderruflich zerstört werden und die bundesweit gewünschte Energiewende in diesem Fall schlichtweg untergraben bzw. zunichte gemacht.
Dies kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Energiepolitik sein, welche die Kommunen als starke Partner benötigt. Es bedarf daher eines Alternativkorridors um diesen kommunalen Energiewendeansatz nicht zu gefährden.
Zudem stellt das Konglomerat aus vorgenannten Eingriffen eine Überlastung des Ländlichen Raums und in diesem Fall einen unzulässigen Eingriff in die kommunale Planungshoheit (Selbstverwaltungsrecht) dar.
Die Gemeinde Meeder lehnt infolgedessen den geplanten Trassenkorridor im Gemeindegebiet Meeder kategorisch ab.
Hinsichtlich der Belange strategischer Umweltprüfung und daraus abgeleiteter Konfliktpunkte, wird bekannte Stellungnahme des Landkreises Coburg aus dem Beteiligungsverfahren vollinhaltlich geteilt.
Die wesentlichen Punkte hieraus betreffen:
- Kein unmittelbarer Nutzen für den Landkreis Coburg: Die Trasse dient ausschließlich der überregionalen Durchleitung von Strom in den Süden, ohne unmittelbare Vorteile für die lokale und regionale Wirtschaft oder Energieversorgung vor Ort.
- Öffentliche Akzeptanz: Eine Akzeptanz der geplanten Trasse in den betroffenen Städten und Gemeinden sowie in der Bevölkerung der Region Coburg ist bisher noch unklar.
- Konflikt mit der Windkraftplanung: Im geplanten Suchkorridor befinden sich einige der windhöffigsten Flächen des Landkreises. Ohne eine Abstimmung mit bestehenden oder etwaigen Planungen zum Ausbau der Windenergie im Coburger Land kann/wird es zu Raumnutzungskonflikten kommen. Der Trassenverlauf kann den Ausbau der Windenergie im Landkreis stark einschränken. Umgekehrt beeinflussen bereits in der Planung weit fortgeschrittene Windkraftprojekte im Suchkorridor den späteren konkreten Trassenverlauf ganz erheblich.
- Eingriff in Schutzgebiete: Die geplante Trasse wird laut Suchkorridor wertvolle Naturräume durchqueren und sowohl Naturschutz- als auch Vogelschutzgebiete zerschneiden. Besonders kritisch ist die zweifache Durchtrennung des Grünen Bandes, das als ökologisch bedeutender, nationaler Biotopverbund eine zentrale Rolle im Artenschutz spielt.
- Auswirkungen auf Naherholung: Eine Hochspannungsleitung kann die Attraktivität von Erholungsräumen erheblich beeinträchtigen, insbesondere durch landschaftsbildliche Veränderungen und potenzielle Beeinträchtigungen von Wander-und Radwegen. Dies könnte sich negativ auf die Erholungsmöglichkeiten der Bevölkerung sowie auf tourismusnahe Angebote auswirken.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Höfer
1. Bürgermeister
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Gemeinde Meeder wird durch oben bezeichnetes Projekt in erheblichem Umfang tangiert, nachdem sich das Gemeindegebiet in direkter, unmittelbarer Luftlinienstrecke "Schalkau" / "Grafenrheinfeld" und somit im "Kernbereich" des Trassenkorridors geplanter P 540 befindet.
Die Gemeinde Meeder lehnt diese Trassenführung bereits heute vollständig ab.
Durch die bereits im Gemeindegebiet bestehenden und künftigen Belastungen mittels der Projekte "BAB A 73 inkl. Neubau einer Autobahnraststätte", "Neubau Staatsstraße 2205", "Grünes Band" und Ausweisung umfangreicher "FFH-Projektflächen", wird ein weiterer raumbedeutender Eingriff durch beachtlichen Trassenkorridor, die bauplanerische Entwicklung nachhaltig, zukunftsfähig stören und verhindern.
Im nordwestlichen Gemeindegebiet und dem Trassenkorridor umfassenden Bereich bestehen bereits umfangreiche fortgeschrittene Planungen zur Errichtung von Windenergieanlagen, welche die Produktion von nahezu 70 MW eröffnen. Diese Planungen sind bereits zur Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken West angemeldet, werden augenblicklich in die Öffentlichkeitsbeteiligung überführt und es bestehen inzwischen umfangreiche Grundstücksaktivierungen zur Umsetzung desgleichen (75 % der benötigten Gebietskulisse von 300 ha sind bereits vertraglich gesichert). Ein geplanter Trassenkorridor würde diese Planungen zunichtemachen.
Die Gemeinde Meeder (wie unsere Nachbarkommunen) ist aktiver Vorreiter und fester Bestandteil der Energiewende mittels umfangreicher Ausweisungen von regenerativen Energiequellen. Allein die Gemeinde Meeder hat bereits mittels Bauleitplanung 50 MW an Freilandphotovoltaikanlagen ins aktive Baurecht überführt (rd. 60 ha). Gemeinsam mit nun geplanten Windenergieanlagen wird bei der Umsetzung dergleichen eine regenerative Energieschöpfung von über 120 MW (ohne Biomasseanlagen) die nächsten Jahre vorgehalten werden können. Dies übersteigt den kommunalen Bedarf unserer Gebietskörperschaft um nahezu 500 % und stellt einen überaus respektablen, ja Vorzeigecharakter und Einsatz unserer Kommune zur Energiewende dar.
Sollten die geplante Stromtrasse zwischen Schalkau und Münnerstadt über beabsichtigten Trassenkorridor geführt werden, wird das kommunalpolitische Ziel sowie die interkommunale gemeinsame Anstrengung der Windenergienutzung im nord-westlichen Landkreis Coburg, der Kommunen Meeder, Bad Rodach und Lautertal, unwiderruflich zerstört werden und die bundesweit gewünschte Energiewende in diesem Fall schlichtweg untergraben bzw. zunichte gemacht.
Dies kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Energiepolitik sein, welche die Kommunen als starke Partner benötigt. Es bedarf daher eines Alternativkorridors um diesen kommunalen Energiewendeansatz nicht zu gefährden.
Zudem stellt das Konglomerat aus vorgenannten Eingriffen eine Überlastung des Ländlichen Raums und in diesem Fall einen unzulässigen Eingriff in die kommunale Planungshoheit (Selbstverwaltungsrecht) dar.
Die Gemeinde Meeder lehnt infolgedessen den geplanten Trassenkorridor im Gemeindegebiet Meeder kategorisch ab.
Hinsichtlich der Belange strategischer Umweltprüfung und daraus abgeleiteter Konfliktpunkte, wird bekannte Stellungnahme des Landkreises Coburg aus dem Beteiligungsverfahren vollinhaltlich geteilt.
Die wesentlichen Punkte hieraus betreffen:
- Kein unmittelbarer Nutzen für den Landkreis Coburg: Die Trasse dient ausschließlich der überregionalen Durchleitung von Strom in den Süden, ohne unmittelbare Vorteile für die lokale und regionale Wirtschaft oder Energieversorgung vor Ort.
- Öffentliche Akzeptanz: Eine Akzeptanz der geplanten Trasse in den betroffenen Städten und Gemeinden sowie in der Bevölkerung der Region Coburg ist bisher noch unklar.
- Konflikt mit der Windkraftplanung: Im geplanten Suchkorridor befinden sich einige der windhöffigsten Flächen des Landkreises. Ohne eine Abstimmung mit bestehenden oder etwaigen Planungen zum Ausbau der Windenergie im Coburger Land kann/wird es zu Raumnutzungskonflikten kommen. Der Trassenverlauf kann den Ausbau der Windenergie im Landkreis stark einschränken. Umgekehrt beeinflussen bereits in der Planung weit fortgeschrittene Windkraftprojekte im Suchkorridor den späteren konkreten Trassenverlauf ganz erheblich.
- Eingriff in Schutzgebiete: Die geplante Trasse wird laut Suchkorridor wertvolle Naturräume durchqueren und sowohl Naturschutz- als auch Vogelschutzgebiete zerschneiden. Besonders kritisch ist die zweifache Durchtrennung des Grünen Bandes, das als ökologisch bedeutender, nationaler Biotopverbund eine zentrale Rolle im Artenschutz spielt.
- Auswirkungen auf Naherholung: Eine Hochspannungsleitung kann die Attraktivität von Erholungsräumen erheblich beeinträchtigen, insbesondere durch landschaftsbildliche Veränderungen und potenzielle Beeinträchtigungen von Wander-und Radwegen. Dies könnte sich negativ auf die Erholungsmöglichkeiten der Bevölkerung sowie auf tourismusnahe Angebote auswirken.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Höfer
1. Bürgermeister