| Gemeinde Kirchroth | NEP

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf das Projekt P473 „Ersatzneubau Schwandorf–Pleinting“ sowie auf die darin vorgesehenen Maßnahmen M818 und M819, speziell den geplanten Neubau eines Umspannwerks im Suchraum Rettenbach. Ich möchte bezüglich des derzeit vorgesehenen Standorts im Gebiet der Gemeinde Kirchroth zwischen Pillnach, Pondorf, Niederachdorf, Stadldorf und Hof meine Bedenken vorbringen.
Der angedachte Standort liegt sehr nahe (meist unter 500 m) an den genannten Ortschaften, welche zusammengerechnet von etwa 700 Einwohnern bewohnt werden. Aufgrund der zentralen Lage genau in der Mitte der genannten Ortschaften würde das ackerbaulich geprägte, weitläufige Landschaftsbild stark verändert. Aufgrund der Nähe zu den bewohnten Gebieten würden künftige städtebauliche Entwicklungen, welche für die Aufrechterhaltung der Bevölkerungsstruktur in Pillnach, Pondorf, Niederachdorf, Stadldorf und Hof dringend erforderlich sind, unnötig eingeschränkt.
Die beiden Gedanken verschärfen sich aufgrund der 110 KV-Leitungen, welche dann an das Umspannwerk herangeführt würden. Ich vermute mindestens drei 110-KV-Leitungen (aus Richtung Falkenstein im Norden, aus Richtung Sünching im Süden und aus Richtung Geisling im Westen), welche dann zusätzlich zu der 380 KV-Leitung neu gebaut werden müssten. Das sternförmige Abgehen der Leitungen vom geplanten Umspannwerk würde den westlichen Gemeindebereich der Gemeinde Kirchroth regelrecht „zerschneiden“ und die genannten Ortschaften weitergehend in ihren künftigen Entwicklungsmöglichkeiten einschränken.
Natürlich besteht Verständnis für die Notwendigkeit des Ausbaus des Stromnetzes in den Regierungsbezirken der Oberpfalz und Niederbayern, weshalb ich mir auch hinsichtlich alternativen Standorten Gedanken gemacht habe. Ich möchte Sie bitten, dass der von mir skizzierte Vorschlag (siehe Anlage) weiter südlich des jetzigen Standorts einer genauen Prüfung unterzogen wird. Dieser Standort würde insbesondere hinsichtlich der künftigen Leitungstrassen einen deutlich milderen Eingriff im betroffenen Gebiet bedeuten. Zudem wäre der skizzierte Standort für das Umspannwerk weniger einsehbar und zumindest etwas weiter von den betroffenen Ortschaften entfernt. Die ebenfalls skizzierte Verlegung der bestehenden 380KV-Leitung direkt entlang der Ortschaften Pondorf und Oberzeitldorn in Richtung Süden würden einen abmildernden Kompromiss darstellen. Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass es weitere Standort-Alternativen für das Umspannwerk gibt, die für die Menschen einen milderen Eingriff darstellen würden. Auch hier bitte ich um eine eingehende Prüfung.
Zur besseren Beurteilung der Situation ist zudem eine konkrete Aussage von Seiten des Bayernwerks hinsichtlich des geplanten Ausbaus des Hochspannungsnetzes (also der oben angesprochenen neuen 110KV-Leitungen) erforderlich.
Für Ihre Bemühungen darf ich mich herzlich bedanken.
Freundliche Grüße
Matthias Fischer, Erster Bürgermeister, Gemeinde Kirchroth

Beitragsanhang

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