Konsultationsverfahren

Beteiligung an der Planung der Übertragungsnetze

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Alle Informationen rund um die Beteiligungsmöglichkeiten an der Planung der Übertragungsnetze finden Sie auch in unserem Konsultationsleitfaden.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sind beauftragt, einen gemeinsamen Netzentwicklungsplan (NEP) zu erstellen. Grundlage vom NEP ist ein von der Bundesnetzagentur (BNetzA) genehmigter Szenariorahmen. Die Erstellung des NEP wird durch drei Konsultationsverfahren begleitet. Auf diese Weise wird die Öffentlichtkeit frühzeitig miteinbezogen. Gefragt ist das externe Fachwissen von Fachverbänden. wissenschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Organisationen sowie Städten, Landkreisen, Gemeinden und Privatpersonen.

Bei der Konsultation des NEP geht es um methodische Fragen der Netzplanung. Der Netzentwicklungsplan beschreibt ein bedarfsgerechtes und sicher betreibbares Übertragungsnetz für Deutschland. Die konkrete Planung von geografischen Verläufen der Stromleitungen und genauen technologischen Lösungen ist hingegen nicht Teil des Netzentwicklungsplans. Dies geschieht in nachgelagerten Genehmigungsverfahren. Das Hauptziel dieser frühzeitigen Einbindung ist es, die Qualität des Netzentwicklungsplans zu verbessern. Zudem soll sie interessierten Gruppen helfen, Zusammenhänge zwischen den energiepolitischen Zielen und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur besser zu verstehen.

In der nachfolgenden Grafik finden Sie Informationen rund um Ihre Möglichkeiten, sich in den unterschiedlichen Phasen der Planungs- und Genehmigungsverfahren aktiv einzubringen.

 

Konsultationsleitfaden

Beiträge können nur inhaltlich berücksichtigt werden und sich auf die Ergebnisse der Planung auswirken, wenn sie an der richtigen Stelle eingebracht werden:


Konsultation des Szenariorahmens durch die Bundesnetzagentur

- Entwicklungsprognose der Energiewirtschaft
- Stromverbrauch, Primärenergiekosten, Preise für CO2-Zertifikate
- Energiewirtschaftliche und energiepolitische Rahmenbedingungen
- Regionale Verteilung der Erzeugungsanlagen
- Staffelung Netzanbindungssysteme Offshore
 

Konsultation des ersten NEP-Entwurfs durch die Übertragungsnetzbetreiber

- Ermittlung der Transportbedarfe in den verschiedenen Szenarien
- Methode und Ergebnis der Marktmodellierung
- Methode und Ergebnis der Netzanalyse
- NOVA-Kriterien
- Nachhaltigkeit der Planungen

Wie genau die Konsultation zum Netzentwicklungsplan abläuft, finden Sie hier näher erläutert.


Konsultation des zweiten NEP-Entwurfs durch die Bundesnetzagentur

- Ergebnis der vorläufigen Prüfung durch BNetzA
- Umweltbericht der BNetzA zusätzlich zu den Ergebnissen des NEP
- Festlegung Ausbaubedarf
- Festlegung Anfangs- und Endpunkte

Mehr Informationen zu den durch die Bundenetzagentur durchgeführten Konsultationen finden Sie auf der Webseite der Bundesnetzagentur.


Beteiligung an förmlichen Verfahren durch die Bundesnetzagentur oder zuständige Landesbehörden; Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Übertragungsnetzbetreiber oder Träger öffentlicher Belange

- Genehmigungsverfahren
- Erdkabel/FreileitungStreckenverlauf
- Umwelt- und Naturschutz
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
- Tourismus

Von 2013 bis 2017 war ein Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) zur Energiegewinnung auf dem Meer zu erstellen. Der O-NEP 2030 (2017) war der letzte zu erstellende O-NEP. Seine Bestandteile werden zukünftig im NEP und im Flächenentwicklungsplan (FEP) des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie fortgeführt.

Informationen zu konkreten Leitungsbauprojekten finden Sie auf den Webseiten der vier Übertragungsnetzbetreiber: